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Date:  Friday, 29. January 2010 - Sunday, 28. March 2010
Location: Ausstellung - Nordische Botschaften | Felleshus

Ausstellung: Phänomen Nordlicht – Faszination und Fakten

Sternenmeer
Photo: Hinrich Bäsemann, Hamburg/TromsøPhoto: Hinrich Bäsemann, Hamburg/Tromsø

Das Nordlicht hat zu allen Zeiten die Menschen fasziniert und inspiriert. Das zunächst unerklärliche Phänomen befeuerte in vielen Ländern die Entstehung zahlreicher Mythen und Legenden. Auch viele künstlerische Interpretationen sind bekannt.

Von Ende Januar bis Ende März präsentieren die norwegische Botschaft und das Andøya Rocket Range eine Ausstellung im Felleshus der Nordischen Botschaften, die u. a. zeigt, wie die Forscher seit mehr als hundert Jahren dem Rätsel Nordlicht auf der Spur sind und die Grundlage für die moderne Forschung legten. Den Hamburger Geologen, Journalisten und Fotografen Dr. Hinrich Bäsemann hat das Nordlichtfieber bereits in den 1970er Jahren gepackt. Die Ausstellung zeigt 30 seiner Aufnahmen in verschiedenen Formaten.

Wer einmal das Nordlicht gesehen hat, ist überwältigt und fasziniert. Immer mehr Touristen reisen im Winter in die Gebiete nördlich des Polarkreises, um dieses Naturphänomen selbst zu erleben, da es dort und zu dieser Jahreszeit am häufigsten zu beobachten ist.

Nordlicht mit Stein
Photo: Hinrich Bäsemann, Hamburg/TromsøPhoto: Hinrich Bäsemann, Hamburg/Tromsø

Die Bezeichnung Nordlicht wurde erstmals 1203 in Norwegen in der Chronik „Kongespeilet“ erwähnt (Norðurljos). In vielen anderen Ländern gaben die Menschen dem Himmelsspektakel unterschiedliche Bezeichnungen wie „Hörbares Licht“ (nordische Urbevölkerung, die Samen), Fuchslicht (Finnland), Fliegende Drachen (China) und Windlicht oder Wetterlicht (Norwegen). Der französische Gelehrte Pierre Gassendi schuf 1621 die weit bekannte Bezeichnung Aurora Borealis (die nördliche Morgenröte), was wohl darauf zurückzuführen ist, dass das Nordlicht rötlich ist, wenn es im südlicheren Europa beobachtet werden kann.

Unser Wissen über das Nordlicht ist heute umfassend, aber es gibt noch einige Aspekte des Phänomens, die nicht endgültig erforscht sind. Dank Satelliten kann man heute das Nordlicht auch von oben beobachten, und mithilfe von Forschungsraketen und Wetterballons ist es möglich, Messungen und Observationen am Ort der Entstehung des Nordlichts zu machen – 100 Kilometer von der Erde entfernt.

Forscher aus Norwegen haben seit Ende des 19. Jahrhunderts bahnbrechende Nordlichtforschung betrieben. Professor Kristian Birkeland baute bereits 1899 das weltweit erste ständige Nordlicht-Observatorium in Nordnorwegen auf und stattete 1902 eine größere Nordlicht-Expedition aus, die arktische Messungen durchführte. Birkeland nutzte auch Observationen und Messungen, die im Rahmen des ersten internationalen Polarjahres 1882/83 von Wissenschaftlern aus acht Ländern gesammelt wurden.

Moderne Forschung ist kostspielig, und nur durch eine internationale Zusammenarbeit, auch mit Deutschland, konnte den Wissenschaftlern auf Andøya und Spitzbergen das notwendige Material und die Ausrüstung für die Forschung zur Verfügung gestellt werden. Dem Andøya Rocket Range sind Einrichtungen angeschlossen, die u. a. der Nachwuchsförderung dienen, wie NAROM, ein Infozentrum, das z. B. Polarforschungskurse für nordische Lehrer und Lehramtskandidaten anbietet, Space-Camps für Schülerinnen und Schüler veranstaltet und dieses Jahr Jugendliche aus ganz Europa zu einem CanSat-Wettbewerb in Zusammenarbeit mit der Raumfahrtbehörde ESA einlädt. ANSAT ist das norwegische Studenten Satelliten Programm, das sich an Universitäten richtet.

AUSSTELLUNG
Phänomen Nordlicht – Faszination und Fakten

29. Januar-28. März 2010

Informationen und Fakten: Andøya Rocket Range
Fotografie: Hinrich Bäsemann

Nordische Botschaften | Felleshus
Mo-Fr 10-19 Uhr
Sa-So 11-16 Uhr
Eintritt frei 

Arbeitsbild Bäsemann
Photo: Hinrich Bäsemann, Hamburg/TromsøPhoto: Hinrich Bäsemann, Hamburg/Tromsø
 

 


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