Die ersten Gefangenen die nach Vaihingen kamen waren jüdische Gefangene von der polnischen Stadt Radom. Diese wurden verhaftet und nach Ausschwitz deportiert. Weil diese jedoch nur bedingt arbeitsfähig waren wurden Sie nach Vaihingen geschickt, um eine unterirdische Fabrik zu bauen. Als es der deutschen Regierung klar wurde, dass die Flugzeugfabrik, aufgrund des schnellen Vormarsches der Alliierten, nicht fertig gestellt werden konnte, wurden die Gefangenen statt dessen mit dem Bau einer Start- und Landebahn für Jagdflugzeuge, östlich von Vaihingen, eingesetzt. Nach nur ein paar Wochen hat die SS herausgefunden, dass die Distanz zwischen dem Lager in Vaihingen und der Einsatzstätte der Zwangsarbeiter zu weit und damit zu kostenaufwendig und uneffektiv war. Sie bauten daher zwei Baracken direkt am Ort der Einsatzstätte.
Dadurch entstanden freie Kapazitäten im Arbeitslager Vaihingen. Im Oktober 1944 entschied man sich daher, diese freien Plätze als Erholungsort für kranke und arbeitsunfähige Gefangene zu nutzen.
Im November 1944 kamen 29 norwegische Gefangene, welche sich in einem schlechten gesundheitlichen Zustand befanden, in dieses Lager. Bei Jahreswechsel 1944/1945 war ein großer Teil von Ihnen gestorben. Zwischen März und April 1945 waren 13 dieser 29 Inhaftierten tot.