Die Größe des Festlandsockels im Norden abgeklärt.

Die UNO-Festlandsockel-Kommission hat ihre endgültige Empfehlung für die Außengrenzen des norwegischen Festlandsockels in den Nordgebieten abgegeben. Dies bedeutet, dass die Größe eines Teiles des Meeresbodens, für den Norwegen die Verantwortung für die Ressourcenverwaltung hat, endlich abgegklärt wird.

Jonas Gahr Störe bei der Pressekonferenz. Foto: MFAAußenminister Jonas Gahr Støre bei einer Präsentation zum Thema Norwegens Festlandsockel. Foto: MFA

-Die Entscheidung schafft klare und voraussagbare Verhältnisse und Rahmenbedingungen für die Aktivitäten in den Nordgebieten. Für Norwegen bedeutet das erweiterte Rechte aber auch eine größere Verantwortung für ein Meeresgebiet von ungefähr 235.000 Quadratkilometern. Die Empfehlung der UNO-Festlandsockel-Kommision ist deshalb eine historische Begebenheit für Norwegen, sagt Außenminister Jonas Gahr Støre.

Nach dem Seerechtsübereinkommens der Vereinigten Nationen haben alle Küstenstaaten automatisch das Anrecht auf einen Festlandsockel bis 200 nautische Meilen von der Küste. Viele Staaten, darunter auch Norwegen, haben mittlerweile einen Festlandsockel, der sich weiter streckt. Diese Staaten müssen vor der UNO-Festlandsockel-Kommision dokumentieren, dass der Festlandsockel die 200 Meilen-Grenze überschreitet. Die Kommission prüft die Dokumentation nach vorgegebenen Kriterien, danach wird eine Empfehlung, wo die Grenzen gezogen werden sollen, den Staaten vermittelt.

-Die Empfehlung bildet die Grundlage für die norwegische Festsetzung der Außengrenzen des Sockels in den Nordgebieten. Das fördert eine verantwortliche Ressourcenverwaltung, schafft eine sichere Basis für Investitionen und eine effektivere Handhabung des Seevölkerrechts in den Nordgebieten, sagt der Außenminister.

Übersicht über die neue Karte. Foto: MFA Karte über den Festlandsockel. Foto: MFA

Die Empfehlung der UNO-Festlandsockel-Kommision geschiet auf der Grundlage einer Dokumentation über den Arktischen Ozean, die Barentssee und der Norwegischen See, die von der norwegischen Regierung 2006 eingereicht wurde. Seit dem hat die Kommission die Dokumentation bewertet und mit Experten des Auswärtigen Amtes, das Zentralamt für Erdölförderung, der staatliche Kartendienst, und den Universitäten in Oslo, Bergen und Tromsø erörtert. In folge der Empfehlung umfasst die Verlängerung des norwegischen Sockels ungefähr 235.000 Quadratkilometer. Norwegen wird die Außengrenzen auf Grundlage der Empfehlung endgültig festlegen. Die Empfehlung berührt nicht die Fragen, die Teilungslinien zwischen Norwegen und unseren Nachbarstaaten.

-Ich möchte einen ganz speziellen Dank an die richten, die zur Abgrenzung Norwegens Festlandsockel in den Nordgebieten beigetragen haben. Alles beruht auf einer guten Zusammenarbeit zwischen Experten im Auswärtigen Amt, das Zentralamt für Erdölförderung, der staatliche Kartendienst und den Universitäten in Oslo, Bergen und Tromsø, sagt Außenminister Jonas Gahr Støre.

Karte über Norwegens Festlandsockel.
3D-Karte über den Meeresboden.

Quelle: Pressemeldung der norwegischen Regierung.

 


Quelle: Frank Warmbrodt fwa@mfa.no   |   Anteil in Ihrem Netzwerk   |   print