Die Wahl des diesjährigen Friedensnobelkomitees hat internationale Anerkennung gefunden – es ist ein aüßerst wohlverdienter Preis, sagt der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg. Das norwegische Nobelkomitee hat Ahtisaari wegen seines internationalen Friedenseinsatzes auf mehreren Kontinenten über mehr als drei Jahrzehnte gewählt. Ahtisaari war außerdem von 1994 bis 2000 Präsident Finnlands.
- Verbrüderung geschaffen
Ahtisaari hat sich ganz der Arbeit für Frieden und Versöhnung gewidmet, als finnischer Beamter und Präsident sowie als internationaler Beamter, oftmals im Auftrag der UNO.
Das Nobelkomitee erwähnt in seiner Begründung insbesondere die Rolle Ahtisaaris bei den Verhandlungen, die zur Selbstständigkeit in Namibia 1990 geführt haben. Genannt wird auch das gelungene, 2005 von Ahtisaari ausgehandelte Friedensabkommen in der Aceh-Provinz in Indonesien. Die letzten Jahre hat Ahtisaari außerdem für eine Konfliktlösung im Kosovo gearbeitet, sowie für einen friedlichen Ausgang der Probleme in Irak. CMI hat er 2000 gegründet.
- Seine konfliktlösende Arbeit auf mehreren Kontinenten hat im Geiste Nobels zu einer friedlicheren Welt und einer Verbrüderung zwischen den Nationen beigetragen, schreibt das Nobelkomitee.
Stoltenberg gratulierte
- Martti Ahtisaari ist ein Friedensstifter, der vielen Menschen Hoffnung gegeben hat. Er hat über viele Jahre hindurch unermüdlich daran gearbeitet, Lösungen für viele schwierige Konflikte in der Welt zu finden und verdient jegliche Anerkennung für sein starkes Friedensengagement, sagt Stoltenberg.
197 Kandidaten
Dieses Jahr gab es für den Friedensnobelpreis 197 Kandidaten. Der Preisträger wird vom norwegischen Nobelkomitee ausgewählt. Das Komitee ist ganz unabhängig, und erhält keinerlei Instruktionen oder Auflagen von norwegischen Behörden oder anderen Seiten.
Der Friedensnobelpreis besteht aus einer Goldmedaille und einem Diplom sowie 10 Millionen schwedischen Kronen (etwa 1,04 Millionen Euro).