Norwegen verlängert Hubschrauberbeitrag in Afghanistan

Der Hubschrauberbeitrag der norwegischen Streitkräfte in Meymaneh, Afghanistan wird um ein Jahr verlängert. Somit wird der Verwundetentransport per Hubschrauber bis 2010 sichergestellt.

- Für die norwegischen Truppen in Afghanistan sind die Hubschrauber ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Die Hubschrauber garantieren eine gute und effektive medizinische Evakuierung der Soldaten, sagt Verteidigungsministerin Anne-Grete Strøm Erichsen.
Im Herbst 2007 wurde festgelegt, dass PRT Meymaneh einen Hubschrauberbeitrag für einen Zeitraum von 18 Monaten bekommt, von März 2008 bis 1. Oktober 2009. Jetzt wurde der Beitrag bis 1. Oktober 2010 verlängert. Die Unterstützungsstärke wird auf dem heutigen Niveau gehalten, mit drei Hubschraubern und 60 Personen.
Die Hubschrauber sind zusammen mit dem norwegisch geführten PRT in Meymaneh stationiert und haben zur Hauptaufgabe, PRT Meymaneh zu unterstützen. Außerdem wird Norwegen die Möglichkeit haben, andere  Alliierte, darunter auch deutsche Truppen, afghanische Sicherheitskräfte und Zivile zu unterstützen.

Foto:Luftforsvaret Norwegische Hubschrauber im Einsatz in Afghanistan Foto: Luftforsvaret

Verstärkte Bedrohung
- Der Bedarf für eine Kapazität dieser Art  ist mit dem erhöhten Risikoniveau in Afghanistan gestiegen. Insbesondere ist dies der Fall für das PRT Meymaneh, das die Verantwortung für das unruhige Gebiet Ghowrmach übernommen hat. Norwegen hat auch noch eine  Ausbildungs- und Unterstützungseinheit, eine sogenannte OMLT, zur Unterstüitzung eines afghanischen Bataillons geschickt, das vor allem in den westlichen Teilen von Faryab und Ghowrmach Operationen durchführen wird.
Wäre der Hubschrauberbeitrag zurückgezogen worden, hätte dies die Einsatzmöglichkeiten der norwegischen Truppen eingeschränkt, sagt die Verteidigungsministerin.

Norwegische Soldaten bei einer Sanitätsübung. Foto:ForsvaretNorwegische Soldaten bei einer Sanitätsübung. Foto:Forsvaret


Vorhersehbarkeit
Der frühzeitge Beschluss kam, um den norwegischen Verteidigungskräften Vorhersehbarkeit zu geben, und die Möglichkeit, auf lange Sicht zu planen.
- Wir möchten die Konsequenzen minimieren, die der Einsatz eventuell für die Bereitschaft hier zu Hause bedeutet, sagt die Verteidigungsministerin.
Der Hubschrauberbeitrag hatte bis jetzt 28 scharfe Aufträge in Afghanistan. Das heißt, man hat Verwundete aus dem Einsatzgebiet geholt, und auch Verwundetentransporte zwischen Meymaneh und dem Krankenhaus in Mazar-e Sharif geflogen. Die norwegischen Hubschrauber haben in den vergangenen Monaten eine sehr hohe operative Verfügbarkeit bewiesen.

Sanitätsübung in Afghanistan. Foto: ForsvaretSanitätsubung in Afghanistan. Foto: Forsvaret

Quelle: Verteidigungsminiterium


Quelle: fwa@mfa.no   |   Anteil in Ihrem Netzwerk   |   print