Norwegen fordert zu neuen Gesprächen auf Sri Lanka auf

- Wir sind vorsichtig optimistisch, sagt Entwicklungsminister Erik Solheim, nachdem sowohl die Regierung in Sri Lanka als auch die Tamilischen Tiger zum Ausdruck gebracht haben, dass sie sich wieder an den Verhandlungstisch setzen möchten.

Norwegen ist einer von vier Akteuren, die im Mittelpunkt bei der Arbeit zur Schaffung des Friedens auf Sri Lanka stehen. Am Dienstag, dem 12. September trafen sich die vier - Norwegen, USA, EU und Japan - in Brüssel, um den weiteren Weg zu diskutieren. Bei dem Treffen wurde man sich darüber einig, dass die Parteien im bewaffneten Konflikt auf Sri Lanka streng dazu aufgefordert werden, die Verhandlungen schnellstens und spätestens Anfang Oktober aufzunehmen. Es ist möglich, dass die Gespräche in Norwegen stattfinden werden.

Die Situation auf Sri Lanka ist in diesem Sommer vom Regen in die Traufe gekommen, mit ständigen militärischen Angriffen, Tötungen und Vermißten. Viele hundert Menschen sind getötet worden und 200.000 können im Land auf der Flucht sein. Dies ist ein ernster Rückschlag für das Friedensabkommen, das Norwegen 2002 ausgehandelt hat. In letzter Zeit sind deutliche Signale von den Parteien gekommen, dass sie die Wiederaufnahme der Verhandlungen wünschen. In einem Telefongespräch mit Erik Solheim am Freitag, dem 8. September gab der Präsident des Landes, Mahinda Rajapakse, den klaren Bescheid, dass die Behörden gewillt sind, weiter zu verhandeln. Unmittelbar vor dem Treffen in Brüssel gab ein Sprecher der Tamilischen Tiger eine gleichlautende Meldung in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

- Wir nehmen die beien Parteien beim Wort, sagt der Entwicklungsminister, der hofft, dass die Regierung in Colombo und die Tamilischen Tiger an dem festhalten, was sie gesagt haben.

Die EU, Japan, Norwegen und die USA bitten die Parteien, die Kampfhandlungen unmittelbar einzustellen.


Quelle: Das norwegisches Außenministerium   |   Anteil in Ihrem Netzwerk   |   print