Norwegen wird Diskriminierung bekämpfen

Norwegen wird ein Vorreiterland bei der Bekämpfung der Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, ethnischer Herkunft und Sexualität in der Entwicklungszusammenarbeit sein.

”Wir können Diskriminierung aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht oder sexueller Orientierung nicht akzeptieren. Es gibt vor allem zwei Gründe dafür, dass die Geschlechterperspektive bei der Entwicklungszusammenarbeit wichtig ist. Zum Ersten sind Frauen besonders hart durch Armut betroffen. Zum anderen ist es aus ökonomischer Sicht zweckmäßig, Diskriminierung zu bekämpfen. Ökonomisches Wachstum wird schwierig, wenn die Hälfte der Bevölkerung von der Entwicklung ausgeschlossen ist, erklärte Norwegens Umwelt- und Entwicklungsminister, Erik Solheim auf einem Seminar in Verbindung mit der Markierung des Internationalen Frauentages am 8. März.


Norwegens Umwelt- und Entwicklungsminister Erik Solheim gemeinsam mit Dr. Ejike Oji und Fikile Vilakazi, zwei von Afrikas stärksten Stimmen im Kampf gegen Aborte mit tödlichem Ausgang und Vorurteile gegenüber Homosexuellen. Foto: Pierre de Brisis/ Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten.

Maßnahmeplan für Frauen
Zu Beginn des Jahres 2008 lancierte Norwegen die neue Mitteilung der Regierung an das Storting ”Unter gleichen Voraussetzungen: Die Rechte und Gleichstellung der Frauen in der Entwicklungspolitik”, die die erste ihrer Art in Norwegen ist. 2007 kam der Maßnahmeplan zum Ausbau der Frauenrechte bei der Entwicklungsarbeit.

Der Einsatz wird sich auf Maßnahmen richten, die dazu beitragen, das Leben der Mädchen und Frauen zu verbessern. Zielsetzung ist, dass Frauen den gleichen Schutz bei Konflikten erhalten, und die Rechte der Frauen und ihre Stellung in der Gesellschaft zu stärken.

Frauen, Frieden und Sicherheit

Norwegen ist ein aktiver Vorreiter bei der Weiterverfolgung der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates über Frauen, Frieden und Sicherheit in Entwicklungsländern. Gewalt gegenüber Frauen ist eine Herausforderung. Sie betrifft Frauen in Familien, in der Gesellschaft und als Teil der Kriegsstrategie in bewaffneten Konflikten.

Recht auf Teilnahme an der Gesellschaft
Die norwegischen Behörden möchten dazu beitragen, dass Jungen und Männer sehen, dass sie ein Eigeninteresse daran  haben, dass Mädchen und Frauen eine Chance als gleichwertige Partner in politischen und ökonomischen Beschlussorganen bekommen. Gleichzeitig wie Frauen die gleichen sozialen Rechte und den Zugang zu Ausbildung und Arbeit haben sollen.


Die Rechte der Frauen und die Gleichstellung gehören zu den wichtigsten Betätigungsfeldern der Entwicklungspolitik Norwegens. Foto: WFP/ Khaled Mansour.


Quelle: Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten   |   Anteil in Ihrem Netzwerk   |   print