Entwicklungs- und Umweltminister Erik Solheim in Kenya an der Grenze zu Somalia. 
Foto: Trond Viken, Aussenministerium.Entwicklungs- und Umweltminister Erik Solheim in Kenya an der Grenze zu Somalia. Foto: Trond Viken, Aussenministerium

Norwegen verdoppelt Unterstützung für die Opfer der Hungerkatastrophe am Horn von Afrika

Letzte Aktualisierung: 06.09.2011 // Die Regierung erhöht die Summe für die Opfer auf € 77 Millionen. Die sich am Horn von Afrika zutragende Hungerkatastrophe verschlimmert sich von Tag zu Tag.

- Hauptursache der Krise ist der anhaltende Konflikt in Somalia. Sie hat die Dorfgemeinschaften sehr verletzbar gemacht, selbst natürliche und wiederkehrende Klimavariationen stellen ein Problem dar, sagt der Außenminister Norwegens, Jonas Gahr Støre.

Laut UNO fehlt es 12,4 Millionen Menschen an Nahrung. Allein in Süd-Somalia sind über 400.000 Kinder akut unterernährt. Norwegen gibt nun € 37,5 Millionen, um den Opfern in und um Somalia zu helfen. Das Geld wird über die UNO, das Internationale Rote Kreuz und andere Organisationen, die in den am schlimmsten betroffenen Krisengebieten anwesend sind, verteilt.

- Das Wichtigste ist jetzt, Leben zu retten. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass nicht noch weitere Menschen zur Flucht getrieben werden. Immer mehr Gebiete in Somalia sind von der Hungersnot betroffen. Im Laufe des Herbstes könnte es sogar noch schlimmer werden. Wir müssen denen, die am härtesten davon betroffen sind, dort helfen, wo sie sich befinden, sagt Entwicklungs- und Umweltminister Erik Solheim.

Die Hilfe soll auch dazu beitragen, dass diejenigen, die von der Dürre betroffen sind, besser für zukünftige Krisen gewappnet sind. Aus diesem Grund unterstützt Norwegen Organisationen, die in den am schlimmsten betroffenen Gebieten arbeiten. Norwegen hat bereits zu einem früheren Zeitpunkt in diesem Jahr € 40 Millionen gespendet.

- Die Dürre wurde erwartet. Deshalb war Norwegen schon frühzeitig dabei, die UNO, das Rote Kreuz und freiwillige Organisationen beträchtlich zu unterstützen, um der ernsthaften Entwicklung, die wir im Augenblick mitverfolgen, vorbeugen zu können.

Die Unterstützungen wurden in erster Linie durch die kriegerischen Handlungen und den mangelnden Zugang zu Süd-Somalia erschwert. Die Konsequenzen daraus erleben wir jetzt, so Støre.

- Die Krise kann noch schlimmer werden, wenn die Bauern vor Oktober nicht säen können oder der Regen noch einmal ausbleibt. Selbst wenn der Regen kommt, so könnte selbst dies einer Bevölkerung Probleme bereiten, die nun bezogen auf Krankheiten, die durch das Wasser übertragen werden, sehr anfällig ist, erklärt Solheim.


Quelle: mfa   |   Anteil in Ihrem Netzwerk   |   print