Der norwegische Außenminister Jonas Gahr Støre. 
Foto: Berit Roald.Der norwegische Außenminister Jonas Gahr Støre. Foto: Berit Roald

Norwegen unterstützt Entwicklung in EU-Ländern

Letzte Aktualisierung: 02.09.2010 // – Ein bedeutender und solidarischer Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Angleichung in Europa, nannte der norwegische Auβenminister Jonas Gahr Støre den Beitrag des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) in Höhe von 1,79 Milliarden Euro für den Zeitraum 2009-2014

Im Sommer wurde Einigkeit darüber erzielt, dass die EWR-Länder im Fünfjahreszeitraum von 2009 bis 2014 für die soziale und wirtschaftliche Angleichung und Zusammenarbeit in Europa 1,79 Milliarden Euro beitragen werden. Der norwegische Beitrag beträgt knapp 347 Millionen Euro pro Jahr, was einem Anteil von 97 Prozent des Gesamtbeitrages der Mittel entspricht, die an Projekte in den 12 jüngsten EU-Ländern sowie Portugal, Griechenland und Spanien verteilt werden.

– Mithilfe der neuen EWR-Zuschüsse haben wir eine historische Möglichkeit, die Zusammenarbeit mit den jüngsten EU-Ländern zu verstärken. Vielen Ländern machen hohe Arbeitslosigkeit und eine schwierige ökonomische Situation Sorgen, und es ist im Interesse Norwegens zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in diesen Staaten beizutragen, sagte Støre.

Norwegen, Island und Liechtenstein nehmen im Rahmen des EWR-Abkommens am Binnenmarkt teil, und dieses Abkommen beinhaltet das Ziel, die sozialen und ökonomischen Unterschiede innerhalb des EWR-Gebietes zu reduzieren. Das EWR-Gebiet besteht aus EU27 und den drei bereits genannten Staaten. Schon seit 1994, als dieser Vertrag in Kraft trat, arbeiten Norwegen, Island und Liechtenstein für dieses Ziel, und werden durch die EWR-Zuschüsse für 2009-2014 einen wichtigen Beitrag leisten.

– Die norwegische Unterstützung richtet sich an Bereiche, in denen wir im Rahmen der norwegischen und gemeinsamen europäischen Interessen etwas ausrichten können, sagte Støre. Die Mittel werden Projekte in den Bereichen Umwelt und Klima, grüne Wirtschaftsentwicklung, Gesundheit, Forschung, Ausbildung und Kulturerbe, Arbeitswelt und Zivilgesellschaft, und Rechtswesen unterstützen. Etwa ein Viertel der Mittel wird für die Schwerpunktbereiche Umwelt und Klima verwendet werden. Ein wichtiges neues Betätigungsfeld umfasst Maβnahmen für angemessene Arbeitsverhältnisse und sozialen Dialog.

Die finanzierten Projekte decken wichtige Bedürfnisse, und wurden in den Empfängerländern mit groβer Begeisterung aufgenommen. Gemeinsam mit Island und Liechtenstein hat Norwegen seit 1994 durch eine Reihe von Abkommen zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in Europa beigetragen.

Weitere Informationen über die EWR-Zuschüsse: www.eeagrants.org


Quelle: Die Norwegische Botschaft   |   Anteil in Ihrem Netzwerk   |   print