Foto: Johannes Jansson/norden.org.Foto: Johannes Jansson/norden.org

Die nordischen Länder mit einer Stimme

Norwegen hat die Präsidentschaft des Nordischen Ministerrates übernommen und möchte im Jahr 2017 die Nachhaltigkeit und Sichtbarkeit der nordischen Zusammenarbeit stärken.

- Der Bedarf nach einer Neuregelung der Wirtschaft in den nordischen Ländern, Europas Herausforderungen und die internationale Entwicklung erinnern uns an die Bedeutung gemeinsamer Werte, Verbundenheit und Solidarität. Eine strategische, nordische Zusammenarbeit ist notwendig, sagte Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg, als sie im November vergangenen Jahres das Programm für die norwegische Präsidentschaft im Nordischen Ministerrat präsentierte. 

Der Nordische Ministerrat ist das offizielle Kooperationsorgan der Regierungen der fünf nordischen Länder – Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden. Die Präsidentschaft wechselt jährlich. Im Jahr 2017 legt Norwegen die Agenda der Zusammenarbeit fest.

Für Norwegen liegen die Schwerpunkte der Präsidentschaft auf folgenden drei Themenbereichen:

  • Die nordischen Länder in Neuausrichtung: Förderung der nordischen Wettbewerbsfähigkeit, Übergang zur grünen Wirtschaft und Nullemissionsgesellschaft, Zusammenarbeit in den Bereichen Integration und Gesundheit
  • Die nordischen Länder in Europa: Die nordische Zusammenarbeit mit Bezug auf Europapolitik soll gestärkt werden. Sowohl die nordischen Länder als auch das sonstige Europa profitieren von einer starken nordischen Stimme im europäischen Meinungsaustausch.
  • Die nordischen Länder in der Welt: Die nordische, strategische Partnerschaft im Bereich Außenpolitik soll weiterentwickelt werden. Eine enge strategische Partnerschaft fördert sowohl Stabilität und Sicherheit in den Nachbarländern und verstärkt auch den internationalen Einfluss.

Minister für EU- und EWR-Angelegenheiten, Frank Bakke-Jensen. 
Foto: Utenriksdepartementet.Minister für EU- und EWR-Angelegenheiten, Frank Bakke-Jensen. Foto: Utenriksdepartementet

Norwegen möchte weiterhin Synergien zwischen der nordischen und nordisch-baltischen Zusammenarbeit fördern.

Die Eröffnungsveranstaltung fand während der Arktis-Konferenz „Arctic Frontiers“ am 23. Januar 2017 in Tromsø statt. In Anwesenheit seiner nordischen Kollegen gab der norwegische Minister für EU- und EWR-Angelegenheiten Frank Bakke-Jensen den Startschuss für die norwegische Präsidentschaft.

- Wir übernehmen die Präsidentschaft in einer Zeit, in der sich die Welt schnell ändert, sagte Bakke-Jensen, der auch Minister für nordische Zusammenarbeit ist. Bakke-Jensen hat seinen Amtssitz im norwegischen Außenministerium.  

Das gesamte Programm der norwegischen Präsidentschaft ist hier als PDF erhältlich: https://www.regjeringen.no/globalassets/departementene/ud/vedlegg/europapolitikk/norden/formannskapsprogram_2017_en.pdf

 


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