Die Preisträgerinnen Ellen Johnson Sirleaf, Leymah Gbowee und Tawakkul Karman. 
Foto: Scanpix / Fotomontage MFA Norwegen.Die Preisträgerinnen Ellen Johnson Sirleaf, Leymah Gbowee und Tawakkul Karman. Foto: Scanpix / Fotomontage MFA Norwegen

Der Friedensnobelpreis 2011 – Anerkennung der Anstrengungen von Frauen, Frieden und Demokratie voranzutreiben

Letzte Aktualisierung: 13.12.2011 // Am Samstag, dem 10. Dezember, wurde der Friedensnobelpreis verliehen. „Ellen Johnson Sirleaf, Leymah Gbowee und Tawakkul Karman sind alle an sich ehrenwerte Gewinnerinnen des Friedensnobelpreises. Die Regierung begrüßt die Auszeichnung des heutigen Preises an diese drei Frauen. Es ist eine Anerkennung der gewaltlosen Anstrengungen von Frauen, Frieden und Demokratie voranzutreiben,“ sagt der norwegische Außenminister Jonas Gahr Støre.

„Norwegen unterstützt die Anstrengungen von Frauen, den Frieden in vielen Teilen der Welt voranzutreiben. Unserer Meinung nach machen uns diese Anstrengungen, die oft langfristig sind, bereiter, Konflikte besser zu verhindern, zu finalisieren und zu lösen. Ihre Anstrengungen helfen auch dabei, Gesellschaften nach dem Ende der Konflikte wieder aufzubauen. Deswegen findet es die Regierung wichtig, die Resolution 1325 des UNO-Sicherheitsrates über Frauen, Frieden und Sicherheit weiter zu verfolgen,“ sagte Umwelt- und Entwicklungsminister Erik Solheim.

Die Resolution 1325 des UNO-Sicherheitsrates fordert die gleichberechtigte Teilnahme und volle Involvierung der Frauen an allen auf Frieden und Sicherheit bezogene Angelegenheiten. Sie hebt die Wichtigkeit der Erfahrungen der Frauen in Rüstungskonflikten hervor und betont, dass sexuelle Gewalt und andere Formen von Gewalt gegen Frauen in der Zeit von Konflikten ähnlich beurteilt werden müssen, wie auch andere Kriegshandlungen.

Lesen Sie Women, Peace and Security – Norway’s strategic plan 2011 – 2013 (auf Englisch)

Gleichberechtigung und Frauenrechte haben schon lange Priorität in der norwegischen Außen- und Entwicklungspolitik. In norwegischen Augen geht es hier um Förderung von fundamentalen demokratischen Werten und Menschenrechten. Das Weiterverfolgen der Sicherheitsratsresolution 1325 durch die norwegische Regierung ist vor allem eine Frage der Unterstützung der Frauen, die für Frieden, Demokratie und gleiche Rechte in ihren Gesellschaften kämpfen. Eine weitere wichtige Priorität hat für die Regierung, dabei mitzuhelfen, sicherzustellen, dass Frauen sichtbare Rollen in Friedensprozessen erhalten, dass sie am Beschlussprozess teilhaben und anwesend sind, und dass ihnen Positionen und Macht gegeben werden, damit sie auf ihre eigene Zukunft Einfluss haben.

Lesen Sie den Aktionsplan der norwegischen Regierung für die Implementierung der Resolution 1325 des UNO-Sicherheitsrates über Frauen, Frieden und Sicherheit.

Das Ende eines Konfliktes herbeizuführen muss nicht gleich lautend dem Schaffen von Frieden  sein. Frauen zu helfen, mit Männern auf die gleiche Ebene zu kommen, erhöht die Chancen auf einen dauerhaften Frieden. Wenn Norwegen eine Rolle als Vermittler in Friedensprozessen spielt,  heißt eines der Ziele, den Prozess so inkludierend wie möglich zu machen und die Beteiligung der Frauen zu erhöhen.


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