Populärer Beruf
Einer von sechs Befragten der Gruppe, die sich um eine höhere Ausbildung bewerben, sind der Meinung, dass der Lehrerberuf attraktiv ist. Der Beruf ist noch nicht so angesehen wie der Arzt-, Ingenieur-, Polizei- oder Journalistenberuf, aber die Kampagne GNIST soll das ändern. GNIST soll den Status des Lehrerberufes erhöhen und bewirken, dass sich immer mehr dafür entscheiden.
- Der Lehrerberuf wird von vielen als herausfordernd und wertvoll angesehen, aber das Ansehen muss trotzdem gesteigert werden. Gute Lehrer sind der Schlüssel zu mehr Wissen und einer besseren Schule, sagt der Minister für Bildung Vegar Solhjell.
Foto: Kunnskapsdepartementet
GNIST - Es funkt
Die Kampagne GNIST (auf Deutsch „Funken“), die am 18. März gestartet wurde, soll gut qualifizierte Studenten für den Lehrerberuf rekrutieren. GNIST läuft über 3 Jahre und wird 20 Millionen norwegische Kronen (etwa 2,3 Mio €) kosten.
„Die Regierung Norwegens will mit der Kampagne die Qualität der Schule verbessern, und das schafft man nur mit guten Lehrern“, sagt Ausbildungsministerin Tora Aasland.
GNIST steht im Zentrum der Anstrengungen, die Schule in Norwegen noch besser zu machen. GNIST arbeitet mit dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft, Ausbildungsinstitutionen, Gewerkschaften und Studentenorganisationen zusammen. Im Februar hat die Regierung dem Parlament eine Mitteilung vorgelegt, wie das Ausbildungssystem in Norwegen verbessert werden kann. In diesem Papier wird vorgeschlagen, dass es einer erweiterten Spezialisierung, eines neuen pädagogischen Fachs und besserer Beratung und Rekrutierung neuer Lehrkräfte bedarf. Das Ganze soll dazu beitragen, dass mehr Lehrer für die Arbeit im Klassenzimmer besser gerüstet sind.
Auf der Internetseite der Kampagne GNIST haben schon 31 000 Schüler an dem Test „hardudetideg“, („hast–du-es-in-dich“), teilgenommen. Der Test soll Antworten darauf geben, ob man die Eigenschaften besitzt, ein guter Lehrer zu werden.
Populärer Beruf
Einer von sechs Befragten der Gruppe, die sich um eine höhere Ausbildung bewerben, sind der Meinung, dass der Lehrerberuf attraktiv ist. Der Beruf ist noch nicht so angesehen wie der Arzt-, Ingenieur-, Polizei- oder Journalistenberuf, aber die Kampagne GNIST soll das ändern. GNIST soll den Status des Lehrerberufes erhöhen und bewirken, dass sich immer mehr für den Lehrerberuf entscheiden.
- Der Lehrerberuf wird von vielen als herausfordernd und wertvoll angesehen, aber das Ansehen muss trotzdem gesteigert werden. Gute Lehrer sind der Schlüssel zu mehr Wissen und einer besseren Schule, sagt der Minister für Bildung Vegar Solhjell.
Ausbildungsministerin Tora Aasland und Bildungsminister Vegar Solhjell mit Schulkindern. Foto: Kunnskapsdepartementet
Für alle ein Platz
In dem Artikel, der in der WELT am Sonntag erschienen ist, wurden die norwegischen Schüler als sehr zufrieden dargestellt. Das soll auch in Zukunft so bleiben, und noch verbessert werden. Das Ausbildungssystem in Norwegen wird ständig ausgebaut, und es fängt schon früh an. In Norwegen legt man großen Wert auf die Entwicklung der jüngsten Kinder, die in den Kindergärten ihre ersten Erfahrungen mit dem Bildungswesen bekommen. In Norwegen gibt es ab 1. August 2009 für jedes Kind, das einen Kindergartenplatz in Anspruch nehmen möchte, eine Platzgarantie: Die Regierung hat den Anspruch auf einen Kindergartenplatz gesetzlich verankert. In Norwegen gibt es auch einen Maximumspreis für den Kindergartenplatz, was heißt, dass die Eltern den Kindergarten beliebig wechseln können, dabei aber nicht mehr bezahlen müssen.
Quelle. WELT am Sonntag, Ministerium für Wissen und Bildung und FWA