Kriegskinder - Eine Photoausstellung
Für viele Kinder und deren Mütter setzte sich der Krieg nach 1945 und dem Ende der Besatzung Norwegens durch deutsche Truppen fort. Die Norwegerinnen, die während des Krieges Beziehungen zu Wehrmachtsangehörigen eingegangen waren, wurden von ihren Landsleuten verachtet und wie Verräterinnen behandelt. Darunter litten auch die Kinder dieser Frauen - manche ein Leben lang.
Die 2001 von der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung im Schöneberger Rathaus in Berlin vorgestellte Ausstellung "Kriegskinder" wurde neben Berlin und Oslo in weiteren norwegischen und deutschen Städten gezeigt. Parallel zur Eröffnung der Ausstellung organisierte die Stiftung ein Seminar über das Schicksal der rund 12.000 deutsch-norwegischen Kriegskinder. Mit der Förderung dieser Ausstellung "wollte die Norwegisch-Deutsche Willy-Brand-Stiftung einen bescheidenen Beitrag zur Versöhnung und zur Aufarbeitung dieses verdrängten Teils der Geschichte beider Länder leisten".
Der in Dortmund lebende Photograph Einar Bangsund wurde 1942 im nordnorwegischen Lundenes als Sohn einer norwegischen Mutter und eines deutschen Vaters geboren. Als Teil der Aufarbeitung seiner persönlichen Geschichte begann Einar Bangsund diese in einer Projektarbeit photographisch zu erfassen. Nachdem er die historisch-gesellschaftliche Dimension des Themas erkannt hatte, entstand die in dieser Ausstellung gezeigt Arbeit.
Weitere Informationen zum Thema und zur Ausstellung finden Sie hier
KRIEGSKINDER
Wanderausstellung mit Photographien von Einar Bangsund
13. November 2006 - 15. Januar 2007
verdi.di Bildungs- und Begegnungszentrum "Clara Sahlberg"
Koblanckstr. 10 | 14109 Berlin-Wannsee