Die Königsfamilie besteht aus S.M. König Harald V., I.M. Königin Sonja, S.K.H. Kronprinz Haakon, I.K.H. Kronprinzessin Mette-Marit, I.K.H. Prinzessin Ingrid Alexandra, Prinz Sverre Magnus und Prinzessin Märtha Louise. Prinzessin Märtha Louise und ihr Mann, Ari Behn, bekamen am 29. April 2003 eine Tochter, Maud Angelica Behn.
Der König hat zwei Schwestern. Prinzessin Ragnhild Frau Lorentzen wurde am 9. Juni 1930 geboren und ist seit 15. Mai 1953 mit Erling Lorentzen verheiratet. Das Ehepaar hat drei Kinder und lebt in Rio de Janeiro, Brasilien. Die jüngste Schwester des Königs, Prinzessin Astrid Frau Ferner, wurde am 12. Februar 1932 geboren und ist seit 12. Januar 1961 mit Johan Martin Ferner verheiratet. Das Ehepaar hat fünf Kinder und lebt in Oslo.
Nach dem Tod von Kronprinzessin Märtha im Jahr 1954 hat Prinzessin Astrid Frau Ferner das Königshaus bei verschiedenen Gelegenheiten repräsentiert. Die Prinzessin ist Schirmherrin mehrerer Organisationen und nimmt mit großem Interesse an deren Arbeit teil. Sie hat sich besonders für Kinder und Jugendliche mit Lese-Rechtschreib-Schwäche eingesetzt.
Der König
Harald V. - König von Norwegen - wurde am 21. Februar 1937 auf dem königlichen Gut Skaugum in Asker geboren. Er ist der Sohn von König Olav V. (1903-1991) und Kronprinzessin Märtha (1901-1954). Als König Olav V. am 17. Januar 1991 entschlief, wurde Kronprinz Harald König. Er war der erste in Norwegen geborene Prinz seit 567 Jahren. Bei seiner Geburt hatte das damalige Kronprinzenpaar bereits zwei Töchter, Prinzessin Ragnhild und Prinzessin Astrid, doch keine von ihnen hatte nach der Verfassung von 1814 einen Anspruch auf den Thron. Mit der Geburt von Prinz Harald war die Erbfolge sichergestellt. Nach einer Verfassungsänderung hat jetzt das älteste Kind unabhängig vom Geschlecht einen Anspruch auf den Thron; als Übergangsregelung wurde jedoch festgelegt, dass für vor 1990 geborene Kinder ein Sohn den Vorrang vor einer Tochter hat.
Kindheit und Jugend
Die ersten drei Jahre seines Lebens verbrachte Prinz Harald auf dem friedlichen königlichen Gut Skaugum. Am 9. April 1940 fand die Idylle jedoch ein jähes Ende, als Norwegen von deutschen Truppen besetzt wurde. Um einer Inhaftierung durch die Besatzungsmacht zu entgehen, verließen die Königsfamilie, die Regierung und das Storting die Hauptstadt mit der Bahn. Bei Elverum trennte Kronprinz Olav sich von seiner Familie. Kronprinzessin Märtha und die drei Kinder, Prinzessin Ragnhild, Prinzessin Astrid und Prinz Harald, brachten sich in Schweden in Sicherheit. Nach einigen Monaten im skandinavischen Nachbarland gelangten die Kronprinzessin und die Kinder auf dem Seeweg in die USA. Während König Haakon und Kronprinz Olav sich in London aufhielten, wohnte die Kronprinzessin mit den Kindern bis zum Kriegsende 1945 außerhalb von Washington D.C. Kronprinz Olav kehrte am 13. Mai 1945 nach Norwegen zurück, während König Haakon und die übrigen Mitglieder des Königshauses am 7. Juni wieder norwegischen Boden betraten. Nach den fünf Besatzungsjahren wurde die Königsfamilie von vielen tausend Norwegerinnen und Norwegern mit begeistertem Jubel begrüßt.
Schule und Ausbildung
Wieder in Norwegen, wurde der junge Prinz in der Osloer Grundschule Smestad eingeschult. Abgesehen von einem Sicherheitsbeamten auf dem Flur unterschied sich sein Schulalltag wenig von dem der anderen Kinder. Um den Anforderungen gerecht zu werden, die an einen modernen Monarchen in der heutigen Gesellschaft gestellt werden, wurde bei der Erziehung Wert auf eine Verankerung im Volk und in der Gegenwart gelegt. Der Prinz besuchte anschließend das Gymnasium Oslo Katedralskole und legte dort 1955 das Abitur ab. Nach der Immatrikulation an der Universität Oslo im selben Herbst machte Prinz Harald eine Offiziersausbildung, zunächst auf der Offizieranwärterschule der Kavallerie und dann auf der Offizierschule, wo er 1959 die Abschlussprüfung bestand. Nach dem Pflichtdienst studierte Kronprinz Harald von 1960 bis 1962 Gesellschaftswissenschaften, Geschichte und Wirtschaftswissenschaften am Balliol College in Oxford.
Kronprinz
Als König Haakon VII. am 21. September 1957 verstarb, wurde Prinz Harald Kronprinz und nahm erstmals an einer Sitzung des Staatsrates teil. Im Jahr darauf nahm er in Abwesenheit des Königs die Aufgaben des Regenten wahr. Der Kronprinz stand König Olav zur Seite, und ihm wurden in zunehmendem Maße Repräsentationsaufgaben zuteil. Unter anderem trat er zusammen mit Handelsdelegationen als Botschafter für norwegische Interessen im Ausland auf. 1960 führte Kronprinz Harald seine erste große Auslandsreise durch - anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der American Scandinavian Foundation in den USA.
Familie
Im März 1968 wurde bekannt gegeben, dass König Olav in die Vermählung des Kronprinzen mit Sonja Haraldsen aus Oslo-Vinderen einwilligte. Das Paar kannte sich schon neun Jahre, als die Entscheidung zugunsten der Eheschließung fiel. Für König Olav war dies nicht nur eine Familienangelegenheit, sondern auch eine den Staat betreffende Frage, die Konsequenzen für die Zukunft der Monarchie haben konnte. Nach Konsultationen mit dem Präsidenten und den Fraktionsführern des Stortings sowie der Regierung erteilte der König seine Zustimmung, dass der Kronprinz eine Frau bürgerlicher Herkunft heiratete. Die Trauung fand am 29. August 1968 in der Domkirche zu Oslo statt. Das neue Kronprinzenpaar wurde von den Menschen im ganzen Land begeistert gefeiert. Die Kronprinzessin übernahm ihren Teil der offiziellen Repräsentationspflichten. Gemeinsam und getrennt haben sie eine Reihe von Orten und Regionen in Norwegen besucht und auch viele Reisen ins Ausland unternommen. König Harald und Königin Sonja haben zwei Kinder. Prinzessin Märtha Louise wurde am 22. September 1971 geboren und Kronprinz Haakon am 20. Juli 1973. Die Kinder wuchsen auf dem königlichen Gut Skaugum auf. Der Kronprinz wohnt mit seiner Familie auf Skaugum, die Prinzessin wohnt mit ihrer Familie in Lommedalen.
Offizielle Pflichten
Seit der Einführung des Parlamentarismus im Jahr 1884 sind die Pflichten des Königs hauptsächlich repräsentativer und zeremonieller Art. Der König führt jeden Freitag den Vorsitz im Staatsrat und nimmt jeden Herbst die feierliche Eröffnung des Stortings vor. Kein Gesetz oder Beschluss des Staatsrates ist ohne die Unterschrift des Königs und die Gegenzeichnung des Ministerpräsidenten gültig. In der Verfassung heißt es zwar nach wie vor, dass die ausübende Gewalt beim König liegt, damit ist jedoch heute die Regierung gemeint. Bei einem Regierungswechsel spielt der König eine wichtige Rolle. In der Regel gibt der scheidende Ministerpräsident dem König einen Rat, wer mit der Bildung eines neuen Kabinetts beauftragt werden sollte. Wenn die parlamentarische Situation dagegen unklar ist, muss der König die Wahl des Ministerpräsidenten nach eigenem Ermessen treffen.
Der König führt Staatsbesuche im Ausland durch und ist Gastgeber beim Besuch ausländischer Staatsoberhäupter in Norwegen. Der König empfängt auch die Botschafter anderer Staaten zur Überreichung ihres Beglaubigungsschreibens in feierlicher Audienz auf dem Schloss. Der König ist vom Rang General des Heeres und der Luftwaffe und Admiral der Marine und als solcher der oberste Befehlshaber des Landes. Zur täglichen Arbeit auf dem Kgl. Schloss in Oslo zählen gewöhnliche und feierliche Audienzen sowie Unterredungen mit dem Ministerpräsidenten, dem Außenminister und Vertretern der Streitkräfte. Auf seinen Reisen in verschiedene Teile des Landes besucht der König oft private und öffentliche Einrichtungen.
Segnung
Als König Olav im Frühjahr 1990 erkrankte, wurden die Aufgaben des Staatsoberhauptes vom Kronprinzregenten wahrgenommen. Verfassungsgemäß ging die Königswürde auf den Kronprinzen über, als König Olav am 17. Januar 1991 entschlief. Wie sein Vater und sein Großvater entschied König Harald sich für den Wahlspruch "Alt for Norge" (Alles für Norwegen). Vier Tage später legte er im Storting seinen Eid auf die Verfassung ab. Königin Sonja stand bei diesem historischen Ereignis an seiner Seite. Es war seit 69 Jahren das erste Mal, dass eine norwegische Königin dieser Zeremonie im Parlamentssaal beiwohnte. König und Königin wurden auf eigenen Wunsch am 23. Juni 1991 im Nidarosdom zu Trondheim gesegnet.
Die Königssegnung ist eine tausendjährige Tradition in Norwegen und erfolgte früher im Rahmen der Krönung des neuen Monarchen. 1908 beschloss das Storting, den Krönungsparagraphen aus der Verfassung zu streichen. König Olav zeigte großes Interesse an Traditionen und äußerte daher den Wunsch, im Nidarosdom gesegnet zu werden. Auf diese Weise sollte der Segen Gottes ihn als König begleiten. König Harald und Königin Sonja wollten diese Tradition fortführen und wurden von Bischof Finn Wagle ebenfalls im Nidarosdom gesegnet. Im Anschluss daran führte das Königspaar eine zehntägige Rundreise durch Südnorwegen durch. Im Jahr darauf besuchte die Königsfamilie 22 Tage lang die vier nördlichsten Fylker (Provinzen).
Interessen
Die Königsfamilie zeigt großes Interesse an Sport und Aktivitäten in der freien Natur. König Harald geht z. B. gern auf die Jagd und angelt viel. Fragen des Umweltschutzes liegen ihm am Herzen, und er war 20 Jahre lang Präsident des norwegischen Mitgliedsverbandes des Worldwide Fund for Nature (WWF Norwegen). Das Königspaar engagierte sich aktiv für die Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer. Der König war Ehrenvorsitzender des Organisationskomitees (LOOC) und eröffnete die Winterspiele. Er hat sich bei einer Reihe von nationalen und internationalen Segelwettbewerben einen Namen gemacht. Bei der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele 1964 in Tokio trug er die norwegische Fahne. 1987 wurde er zusammen mit seiner Mannschaft auf dem Eintonner "Fram X" Weltmeister im Segeln. Der König segelt nach wie vor und nimmt an Regatten im In- und Ausland teil.
Königin
Königin Sonja wurde am 4. Juli 1937 als Tochter von Dagny (1898-1994) und Karl August Haraldsen (1889-1959) in Oslo geboren. Als Kronprinz Harald nach dem Heimgang von König Olav die Königswürde übernahm, war sie die erste norwegische Königin seit 53 Jahren.
Schule und Ausbildung
Die Königin wuchs im Osloer Stadtteil Vinderen auf und legte 1954 die Realschulprüfung ab. Dann machte sie an der Berufsschule Oslo eine Ausbildung als Damenschneiderin. Anschließend erwarb sie das Diplom der École Professionelle des Jeunes Filles in Lausanne (Schweiz). Zu den Unterrichtsfächern zählten auch Gemeinschaftskunde, Buchführung und Modezeichnen. Später legte sie als Externe die Abiturprüfung ab. Nach einem Studium der Fächer Französisch, Englisch und Kunstgeschichte an der Universität Oslo wurde ihr der akademische Grad "Cand. mag." verliehen.
Familie
Sonja Haraldsen lernte den Kronprinzen 1959 kennen. Neun Jahre später konnte das Paar heiraten. Im März 1968 gab nämlich König Olav bekannt, dass er in die Vermählung des Kronprinzen mit einer Frau bürgerlicher Herkunft einwilligte. Die Verlobung führte zu Diskussionen über die Zukunft der Monarchie in Norwegen. Doch die Bedenken gegen diese Hochzeit waren weniger stark, als man befürchtet hatte. Das Volk betrachtete Kronprinzessin Sonja von Anfang an als Mitglied des Königshauses. Am 29. August 1968 fand die Trauung in der Domkirche zu Oslo statt, und Sonja Haraldsen wurde Norwegens Kronprinzessin. König Harald und Königin Sonja haben zwei Kinder. Prinzessin Märtha Louise wurde am 22. September 1971 geboren und Kronprinz Haakon am 20. Juli 1973. Die Kinder wuchsen auf dem königlichen Gut Skaugum auf und haben jetzt eigene Wohnungen in Oslo.
Gesellschaftliches Engagement
Die Kronprinzessin nahm in enger Zusammenarbeit mit König Olav bzw. ihrem Mann und auch allein ihren Teil der offiziellen Repräsentationspflichten wahr. Als Kronprinzessin und als Königin ist sie viel in Norwegen und im Ausland unterwegs. Sie engagiert sich für gesellschaftliche Fragen und hat die Schirmherrschaft für eine Reihe von Organisationen übernommen. 1972 trug sie zur Einrichtung eines Fonds bei, der den Namen von I.K.H. Prinzessin Märtha Louise trägt und die Aufgabe hat, behinderte Kinder in Norwegen zu fördern. Königin Sonja besucht Menschen, die in Schwierigkeiten geraten sind, und soziale Einrichtungen für Kinder, ältere Menschen und geistig Behinderte.
Auch die Lebensbedingungen von Flüchtlingen und Einwanderern liegen ihr am Herzen. Die Königin hat aktiv an Spendenaktionen zu Gunsten von Flüchtlingen in aller Welt teilgenommen und in den 70er Jahren unter anderem vietnamesische Bootsflüchtlinge in Malaysia besucht. Für ihren Einsatz wurde der Königin vom Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge die Nansen-Medaille verliehen. Den mit der Auszeichnung verbundenen Geldbetrag - 50 000 US-$ - stellte sie für den Bau von Schulen für Flüchtlinge in Tansania zur Verfügung. Von 1987 bis 1990 war sie Vizepräsidentin des Norwegischen Roten Kreuzes und für die internationale Arbeit zuständig. In dieser Eigenschaft reiste sie 1989 mit einer Delegation des Roten Kreuzes nach Botswana und Simbabwe. Ziel der Reise war es, sich über die Arbeit an bestimmten Rehabilitationszentren für Behinderte zu informieren. Diese Projekte wurden von Norwegen finanziell unterstützt.
Segnung
Königin Sonja begleitete den König, als dieser am 21. Januar 1991 im Storting den Eid auf die Verfassung ablegte. Erstmals seit 69 Jahren war wieder eine Königin im Parlamentssaal anwesend. Seither ist die Königin auch zugegen, wenn der König im Rahmen der feierlichen Parlamentseröffnung seine Thronrede hält. Auf eigenen Wunsch wurde das Königspaar am 23. Juni 1991 im Nidarosdom zu Trondheim gesegnet. Im Anschluss daran führte das Königspaar eine zehntägige Reise durch Südnorwegen durch. Im Jahr darauf besuchte die Königsfamilie 22 Tage lang die vier nördlichsten Fylker (Provinzen).
Offizielle Pflichten
Die Königin begleitet den König bei Staatsbesuchen im Ausland und ist Gastgeberin, wenn ausländische Staatsoberhäupter nach Norwegen kommen. Zu ihren zahlreichen Aufgaben zählen Reisen, offizielle Besuche, Audienzen und die Wahrnehmung der Pflichten als Gastgeberin auf dem Königlichen Schloss und dem Gut Skaugum. Diese Aufgaben erfordern gründliche Planung und Vorbereitung.
Interessen
Königin Sonja hat viele Interessen, die sie mit ihren Aufgaben als erste Dame des Landes verbindet. Besonders interessiert sie sich für Kunst und Kultur. Anfang der 90er Jahre nahm die Königin aktiv an der Planung der kulturellen Aktivitäten während der Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer teil. Sie war Ehrenvorsitzende des Kulturausschusses des Olympischen Organisationskomitees. Zusammen mit den übrigen Mitgliedern der Königsfamilie war Königin Sonja eine sehr interessierte Zuschauerin bei vielen der Olympiaveranstaltungen. Königin Sonja läuft sehr gern Ski und ist ausgebildete Skilehrerin. Jedes Jahr macht sie lange Wanderungen auf Skiern und zu Fuß in den norwegischen Bergen.
Der Kronprinz

Haakon Magnus - Kronprinz von Norwegen - wurde am 20. Juli 1973 im Rikshospital in Oslo geboren. Der Kronprinz ist das zweitälteste Kind von S. M. König Harald V. und I. M. Königin Sonja. Er hat eine Schwester, Prinzessin Märtha Louise. Der Kronprinz ist die vierte Generation des norwegischen Königshauses.
Am 25. August 2001 heirateten Kronprinz Haakon und Mette-Marit Tjessem Høiby in der Osloer Domkirche. Am 21. Januar 2004 wurde die Tochter des Kronprinzen und der Kronprinzessin, Prinzessin Ingrid Alexandra geboren. Die Kronprinzenfamilie wohnt auf Skaugum in Asker.
Kindheit und Jugend
Am 23. Juli 1973 unterrichtete König Olav die Regierung in einer außerordentlichen Sitzung des Staatsrates auf dem Schloss von der Geburt des Erbprinzen. Der König gab bekannt, der Prinz solle den Namen Haakon Magnus tragen und Haakon solle der Rufname sein. Beide Namen haben lange königliche Traditionen in Norwegen. Am 20. September 1973 wurde der Erbprinz von Bischof Kaare Střylen in der Schlosskapelle getauft. Zu den Paten zählten die drei Monarchen Skandinaviens, König Olav, König Carl Gustaf von Schweden und Königin Margrethe von Dänemark. Der Kronprinz und seine Schwester wuchsen auf dem königlichen Gut Skaugum in der Gemeinde Asker südwestlich von Oslo auf. Den Eltern lag sehr daran, beide Kinder möglichst so aufwachsen zu lassen, wie es in norwegischen Familien üblich ist. Beide Geschwister besuchten daher einen öffentlichen Kindergarten und die kommunale Grundschule.
Schule und Ausbildung
Der Kronprinz wurde 1980 eingeschult und besuchte wie sein Vater die Grundschule Smestad. Am ersten Schultag wurde er wie alle anderen Kinder von seinen Eltern begleitet. In der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II besuchte der Kronprinz das Christliche Gymnasium in Oslo und machte 1992 dort das Abitur. Danach begann er in der Kadettenschule der Marine "KNM Harald Hårfagre" (Madlamoen bei Stavanger) seine militärische Ausbildung. Nach dem fünfwöchigen Grundwehrdienst folgte ein Jahr an der Offizieranwärterschule der Marine - Karljohansvern - in Horten. Anschließend absolvierte Kronprinz Haakon den 1. Studienabschnitt der Marineakademie in Bergen.
Im August 1995 begann der einjährige praktische Dienst auf den Schnellbooten der norwegischen Seestreitkräfte, den er als stellvertretender Befehlshaber auf einem Marineschiff abschloss. Im Herbst 1996 nahm der Kronprinz das Studium der Politikwissenschaft an der University of California in Berkeley auf und machte im Frühjahr 1999 die Abschlussprüfung (B. A.). Im akademischen Jahr 1999/2000 (ab August 1999) belegte der Kronprinz Lehrveranstaltungen an der Juristischen und der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Oslo. Im Frühjahr 2001 schloss er den auf den Auswärtigen Dienst vorbereitenden Aspirantenlehrgang des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten ab.
Offizielle Pflichten
Zusammen mit der Kronprinzessin nimmt Kronprinz Haakon Repräsentationsaufgaben wahr. Als der Kronprinz 1991 mündig wurde, nahm er erstmals an einer Sitzung des Staatsrates (König und Kabinett) teil. Während eines Auslandsaufenthaltes des Königs im Mai 1992 führte er verfassungsgemäß den Vorsitz im Staatsrat als Regent. Nach Abschluss des Studiums an der University of California in Berkeley (Juni 1999) machte Kronprinz Haakon eine längere offizielle Rundreise durch das norwegische Amerika. Im Oktober/November 1999 war er Mitglied der norwegischen Delegation bei der UNO-Vollversammlung in New York.
Interessen
Der Kronprinz hat vielseitige Interessen und betreibt mehrere Sportarten. Er läuft gern Ski und hat sich in den vergangenen Jahren auf den Telemarkstil konzentriert. Zu seinen Freizeitbeschäftigungen zählen vor allem Paragliding, Paddeln und Radfahren. Mit seiner Schwester teilt Kronprinz Haakon das Interesse für Kunst und Kultur. Eine besondere Vorliebe hat er für Film, Musik und Theater. Zu den von ihm bevorzugten Bühnenschriftstellern zählt Henrik Ibsen, in der Musik findet Kronprinz Haakon an den meisten Stilarten Gefallen.
Die Kronprinzessin
Mette-Marit - Kronprinzessin von Norwegen - wurde am 19. August 1973 als jüngstes Kind von Marit Tjessem und Sven Olav Bjarte Høiby in Kristiansand geboren. Am 25. August 2001 fand die Eheschließung mit S. K. H. Kronprinz Haakon statt, und Mette-Marit wurde Kronprinzessin. Am 21. Januar 2004 wurde die Tochter des Kronprinzen und der Kronprinzessin, Prinzessin Ingrid Alexandra geboren. Die Kronprinzenfamilie wohnt auf Skaugum in Asker.
Kindheit und Jugend
Die Kronprinzessin wuchs zusammen mit ihren drei Geschwistern in Südnorwegen auf. Das Familienleben war von Vielfalt und Abwechslungsreichtum gekennzeichnet. Einen besonders hohen Stellenwert hatten Aktivitäten in der freien Natur; Wochenenden und Ferien wurden auf der Familienhütte im Setesdal verbracht. Auch Segeln und das Leben am und auf dem Meer waren wichtig. Daneben besuchte sie gern den Freizeitclub Sletteheia und war dort später auch als Jugendleiterin tätig. Sport hatte ebenfalls zentrale Bedeutung, und zwar vor allem Volleyball. In dieser Sportart war die Kronprinzessin als Mannschaftsmitglied, Schiedrichterin und Trainerin aktiv.
Schule und Ausbildung
Nach Abschluss der Grundschule und der Sekundarstufe I besuchte Kronprinzessin Mette-Marit die Sekundarstufe II in Kristiansand (Oddernes gymnas). Nach einem sechsmonatigen Aufenthalt als Austauschschülerin an der Wangaratta High School in Australien wechselte sie auf die Kathedralschule Kristiansand, wo sie im Frühjahr 1994 ihr Abitur machte. Es folgte ein Besuch der Osloer Privatschule Bjřrknes, und 1997 bestand sie an der Hochschule Agder das für Studienanfänger obligatorische Examen Philosophicum. Im Anschluss daran belegte die Kronprinzessin Lehrveranstaltungen an der Sozialwissenschaftlichen und der Historisch-Philosophischen Fakultät der Universität Oslo. Kronprinzessin Mette-Marit hat einen Sohn, Marius.
Offizielle Pflichten
Die Verlobung von Kronprinz Haakon und Mette-Marit Tjessem Høiby wurde am 1. Dezember 2000 offiziell bekannt gegeben. In der Verlobungszeit nahm die Kronprinzessin einzelne offizielle Aufgaben wahr; ihren ersten offiziellen Auftritt hatte sie anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises am 10. Dezember 2000 im Osloer Rathaus. In Anwesenheit von Staatsoberhäuptern und königlichen Gästen aus ganz Europa wurde das Paar am 25. August 2001 von Bischof Gunnar Stĺlsett in der Domkirche zu Oslo getraut. Die Kronprinzessin ist sehr an gesellschaftlichen Fragen interessiert und spielte eine aktive Rolle bei der Einrichtung des Humanitären Fonds des Kronprinzenpaars anlässlich ihrer Hochzeit.
Interessen
Kronprinzessin Mette-Marit interessiert sich für Kunst und Kultur. Dabei zählen Literatur und Musik zu den Schwerpunkten. Sie zeichnet sich auch durch ein starkes soziales Engagement aus.
Prinzessin Ingrid Alexandra

Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Ingrid Alexandra wurde am 21. Januar 2004 im Rikshospital in Oslo geboren. Die Prinzessin ist die Tochter von Ihren Königlichen Hoheiten Kronzprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit.
Prinz Sverre Magnus
Prinz Sverre Magnus wurde am 3. Dezember 2005 im Rikshospitalet in Oslo geboren und ist Sohn Ihrer Königlichen Hoheiten Kronprinz Haakon Magnus und Kronprinzessin Mette-Marit. Der Prinz nimmt Rang drei in der Erbfolge auf den Thron ein, nach seinem Vater und seiner Schwester, Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Ingrid Alexandra. Am 4. März 2006 wurde der Prinz in der Schlosskapelle in Oslo getauft.
Prinzessin Märtha Louise
Märtha Louise - Prinzessin von Norwegen - wurde am 22. September 1971 im Rikshospital in Oslo geboren. Sie ist das älteste Kind von S. M. König Harald V. und I. M. Königin Sonja. Die Prinzessin hat einen Bruder, Kronprinz Haakon. Sie trägt den Namen ihrer Großmutter väterlicherseits, Kronprinzessin Märtha, und den ihrer Ururgroßmutter, Königin Louise, der Mutter von König Haakon VII. Nach einer Verfassungsänderung ist die Prinzessin jetzt grundsätzlich nicht mehr von der Thronfolge ausgeschlossen; als Übergangsregelung gilt jedoch, dass für vor 1990 geborene Kinder ein Sohn den Vorrang vor einer Tochter hat.
Am 13. Desember 2001 verlobte sich die Prinzessin mit dem Schriftsteller Ari Behn aus Moss. Das Paar wurde am 24. Mai 2002 von Bischof Finn Wagle in der Nidaros Domkirche in Trondheim getraut. Die Tochter, Maud Angelica Behn, wurde am 29. April 2003 im Rikshospitalet in Oslo geboren. Sie wurde von Bischof Gunnar Stålsett am 2. Juli 2003 in der Schlosskapelle getauft. S.M. der König trug Maud Angelica Behn zur Taufe.
Kindheit und Jugend
Die Prinzessin und ihr Bruder verbrachten ihre Kindheit in ländlicher Umgebung auf dem königlichen Gut Skaugum in Asker südwestlich von Oslo. Den Eltern lag sehr daran, beide Kinder möglichst so aufwachsen zu lassen, wie es in norwegischen Familien üblich ist. Beide Geschwister besuchten daher einen öffentlichen Kindergarten und die kommunale Grundschule.
Schule und Ausbildung
1978 kam die Prinzessin in die erste Klasse der Osloer Grundschule Smestad und wurde am ersten Schultag von Mutter und Vater begleitet. 1990 machte sie am Christlichen Gymnasium in der norwegischen Hauptstadt das Abitur. Ihr Fächerschwerpunkt waren Fremdsprachen. Im gleichen Herbst fuhr sie nach England, wo sie am Reitsportzentrum Waterstock ihrem Hobby nachgehen konnte und an der University of Oxford Literatur studierte. Dann zog sie in das Reitsportzentrum Arena UK, um sich als Springreiterin zu perfektionieren. Ab Herbst 1992 war Prinzessin Märtha Louise Schülerin der Osloer Privatschule Bjřrknes und machte am Hochschulzentrum Bislet, ebenfalls in Oslo, eine Ausbildung als Physiotherapeutin. Das Praktikum nach dem Studium leistete sie in Maastricht (Niederlande) ab. Im Dezember 1997 erhielt sie die Zulassung als Physiotherapeutin.
Offizielle Pflichten
Die Prinzessin hat viele Repräsentationsaufgaben. Sie engagiert sich auch stark bei der Vermittlung norwegischer Volksmärchen - unter anderem durch Lesungsreihen im norwegischen Fernsehen.
Die Prinzessin war früher aktive Springreiterin in der Nationalmannschaft.
Prinzessin Märtha Louise war Goodwill-Botschafter für den UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge und im April 1992 besuchte die Prinzessin Flüchtlingslager im Grenzgebiet zwischen der Elfenbeinküste und Liberia. Sie interessiert sich stark für die Arbeit humanitärer Organisationen, und hatte Aufgaben in Verbindung mit großen Geldsammlungen. Die Prinzessin ist unter anderem Schirmherrin für SOS Kinderdörfer. In diesem Zusammenhang führte sie eine große Rundreise in Südost-Asien im Dezember 1999 durch und eröffnete ein Kinderdorf im vietnamesischen Viet Tri vor Hanoi. Prinzessin Märtha Louise ist an Kommunikation im allgemeinen interessiert und hat deshalb eine Grundausbildung in der Zeichensprache absolviert. Sie engagiert sich ebenfalls für Torturopfer und deren Rahabilitierung.
Kulturvermittlung
Im Januar 2002 begann die Prinzessin auf selbständiger Basis mit der Kulturvermittlung und der Rosenmethode. In diesem Zusammenhang ist eine Einzelfirma etabliert worden, in der sich die Prinzessin als juristische Person selbst um den Geschäftsablauf kümmert. Seit dem 1. Januar 2002 bezahlt die Prinzessin Steuern.
Die Entscheidung der Prinzessin in das Berufsleben zu gehen, schafft einen größeren Abstand zur konstitutionellen Rolle des Königshauses. Seine Majestät der König hat deshalb nach Rücksprache mit der Prinzessin festgelegt, daß sie nicht länger mit Ihre Königliche Hoheit angeredet wird, sondern mit Prinzessin Märtha Louise. Diese Änderung bringt keine Veränderungen bezüglich des Platzes der Prinzessin in der Erbfolge mit sich.
Interessen
Die Prinzessin ist an der Vermittlung von Kultur interessiert, und sie hat ein Hörbuch und Bücher mit norwegischen Volksmärchen herausgegeben. Prinzessin Märtha Louise ist auch an Musik und Literatur interessiert.
Viele Jahre lang nahm sie an einer Tanzgruppe am Norwegischen Heimatmuseum teil. Sie hat auch im Chor gesungen und war Solistin während eines im Fernsehen übertragenen Konzerts.
Kontaktadresse Königliche Familie:
Sie können der Königsfamilie Briefe schreiben, wenn Sie ihnen etwas mitteilen möchten oder wenn es sich um Angelegenheiten handelt, die die Königsfamilie Ihrer Meinung nach wissen sollte. Sie werden normalerweise keine weitere Antwort erhalten. Gedanken und Ideen, die die Königsfamilie erhält, werden in deren weitere Arbeit einbezogen. Geben Sie bitte Ihre Identität an, wenn Sie Briefe versenden. Der Inhalt der Nachricht sollte kurzgefaßt sein. Der Hof bevorzugt anfragen in englischer Sprache.
Det Kongelige Hoff
0010 Oslo
NORWEGEN
Telefon: 22048700
Telefax: 22048790