The wind turbine being towed from Åmøy Fjord to the island of Karmøy. 
Foto: Øyvind Hagen / StatoilHydro.The wind turbine being towed from Åmøy Fjord to the island of Karmøy. Foto: Øyvind Hagen / StatoilHydro

Hywind – die erste schwimmende Windenergieanlage

Letzte Aktualisierung: 23.10.2009 // Am 8. September 2009 wurde die weltweit erste schwimmende Windenergieanlage Hywind, erfolgreich in Betrieb genommen. Südöstlich der Insel Karmøy an der Südwestküste Norwegens wurde die Windturbine in einer Wassertiefe von 220 Metern verankert. – Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer neuen norwegischen Energiewirtschaft im Offshore-Bereich, sagt Erdöl- und Energieminister Terje Riis-Johansen.

Hywind eröffnet neue Möglichkeiten für die Offshore-Windindustrie, insbesondere bei großer Wassertiefe (120-700 Meter). Die Windturbine hat eine Leistung von 2,3 Megawatt.

Initiative von StatoilHydro

Das Konzept Hywind ist eine Entwicklung des norwegischen Unternehmens StatoilHydro, dem die lange Erfahrung StatoilHydros im Offshore Öl- und Gasbereich zu Nutze kommt und wovon die Zukunft der erneuerbaren Energien profitieren kann. – Wir haben unsere Erfahrungen benutzt, die wir durch 30 Jahre auf dem norwegischen Sockel gesammelt haben, um dieses hervorragende Projekt realisieren zu können. Unsere enge Zusammenarbeit mit der Lieferindustrie hat eine Schlüsselrolle dafür gespielt, dass der Aufbau erfolgreich gelaufen ist, so Gunnar Myrebøe, Konzerndirektor für Projekte und Anschaffungen bei StatoilHydro.  

Siemens hat für dieses zukunftsweisende Projekt die Windenergieanlage mit einem Rotordurchmesser von 82,4 Metern geliefert. Weitere internationale Unternehmen sind ebenfalls involviert. Das französische Unternehmen Technip hat das Schwimmelement geliefert, und Nexans hat das Stromkabel produziert und ans Land geschafft.

Das Konzept

Für Hywind wurde ein eigenes Offshore-Fundament entwickelt, welches aus einem mit Ballast befüllten Stahl-Schwimmer besteht. Das schwimmende Element reicht bis 100 Meter unter die Wasseroberfläche und ist mit drei Ankerdrahtseilen am Meeresboden befestigt. Derzeitige Offshore-Anlagen sind fest auf dem Meeresgrund installiert. Allerdings steigen die Kosten fester Fundamente in großen Tiefen von mehr als 30 bis 50 Metern erheblich. Als schwimmende Anlage ist Hywind geographisch unabhängig und deutlich flexibler einsetzbar.


Quelle: StatoilHydro and the Ministry of Petroleum and Energy   |   Anteil in Ihrem Netzwerk   |   print