TCM, Mongstad. 
Foto: OED.TCM, Mongstad. Foto: OED

Grünes Licht für CCS in Mongstad

Letzte Aktualisierung: 26.10.2011 // Das norwegische Zentralamt für Klima und Umweltverschmutzung hat grünes Licht für Tests zur CO2-Abscheidung im Technologiezentrum in Mongstad (TCM) gegeben. Die Technologieentwicklung in diesem Bereich ist entscheidend, um die CO2-Emissionen weltweit zu reduzieren.

Einzigartig
Die Technologie, die am Technologiezentrum in Mongstad getestet werden soll, soll CO2-Emissionen sowohl von Kohlekraftwerken und Gaskraftwerken als auch von der Industrie abscheiden können. Die Technologie soll zukünftig sowohl bei neuen Kraftwerken wie auch bei existierenden Kraftwerken installiert werden können. Es handelt sich deshalb global gesehen um eine einzigartige Technologie.

Notwendig
Auf längere Perspektive muss die Energieversorgung der Welt auf erneuerbare Energiequellen basiert werden. Zum Beispiel müssen die CO2-Emissionen zwischen 2008 und 2035 halbiert werden, um die Temperatursteigerung um 2 Grad zu begrenzen. Es wird aber erwartet, dass Erdöl, Kohle und Erdgas noch in vielen Jahren einen großen Teil der Energieversorgung ausmachen müssen. Eine Technologie zur CO2-Abscheidung und –Speicherung ist deshalb von großer Bedeutung.

Die internationale Energieagentur betont, dass CO2-Abscheidung und –Speicherung die einzig bekannte Technologie ist, die die CO2-Emissionen in großem Ausmaß, sowohl im Energiebereich als auch in der Industrie, reduzieren könnte.

Zuerst testen, danach Betrieb mit voller Auslastung 
Das norwegische Zentralamt für Klima und Umweltverschmutzung hat bereits 2006 dem Ministerium für Umweltschutz empfohlen, Anforderungen an die CO2-Abscheidung und –Speicherung beim Gaskraftwerk in Mongstad zu stellen. Diese Empfehlung hat zu einem Abkommen zwischen dem Staat und dem für das Gaskraftwerk verantwortlichen Unternehmen, Statoil, geführt. Als erste Stufe sollte ein Testzentrum etabliert werden und danach könnte hoffentlich CO2-Abscheidung und –Speicherung mit voller Auslastung erfolgen. Die erste Stufe ist also jetzt auf dem Weg.

CO2- Speicherung auf dem norwegischen Kontinentalsockel?
Das grüne Licht für die Technologietests in Mongstad ist aber nicht die einzige Entwicklung in diesem Bereich. Fünf Gebiete auf dem norwegischen Kontinentalsockel sind von dem norwegischen Ministerium für Erdöl und Energie als geeignet für die Suche nach permanenten CO2-Reservoirs erklärt worden. Mit diesem Prozess hat das Ministerium die Arbeit, die der Industrie Zugang zu permanenten Gebieten zur CO2- Speicherung verschaffen soll, begonnen. Auf der Grundlage der engen Zusammenarbeit mit den auf dem norwegischen Kontinentalsockel tätigen Unternehmen erarbeitet das Ministerium jetzt einen vollständigen Atlas über mögliche Speichergebiete.


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