Der norwegische Finanzminister Sigbjørn Johnsen. 
Foto: Esben Johansen.Der norwegische Finanzminister Sigbjørn Johnsen. Foto: Esben Johansen

Der norwegische Finanzminister besucht Berlin

Letzte Aktualisierung: 12.05.2010 // Der norwegische Finanzminister Sigbjørn Johnsen wurde von seinem deutschen Amtskollegen Wolfgang Schäuble nach Berlin eingeladen, um vom 19.-20. Mai an einer Konferenz über die Regulierung der internationalen Finanzmärkte teilzunehmen.

Die Finanzkrise im Jahr 2008 und 2009 hat gezeigt, dass es einer Verschärfung der Kontrolle der internationalen Finanzmärkte bedarf. Vom 19.-20. Mai lädt nun der deutsche Finanzminister zu einer Konferenz, wo die zentralen Akteure gemeinsam diskutieren werden, wie sich das Entstehen einer erneuten Finanzkrise verhindern lässt. Der norwegische Finanzminister Sigbjørn Johnsen ist einer der Teilnehmer. Eingeladen sind ansonsten hochrangige Politiker und Beamte aus den EU- und G20-Ländern, sowie Vertreter internationaler Organisationen und Finanzinstitutionen.

Auch wenn Norwegen die Finanzkrise relativ gut überstanden hat, ist die Beschäftigung mit der internationalen Arbeit für eine Änderung der Regulierung der Finanzmärkte von großer Bedeutung für das Land. Norwegen hat in den 90er Jahren eine schwere Bankenkrise erlebt, wo es aber gelang, mit Hilfe zeitlich begrenzter staatlicher Intervention, die Funktion des Finanzmarktes aufrecht zu erhalten bis die Krise vorbei war. Johnsen war auch damals Finanzminister.

Da im Rahmen der G20 für alle Länder wichtige Entscheidungen gefasst werden, ist es Norwegen ein wichtiges Anliegen, die Legitimität dieser Gruppe zu stärken. Ein Weg dies zu tun ist es, andere Länder dazu einzuladen, mit eigenen Überlegungen und Standpunkten in zentralen Sachfragen beizutragen. Gerade aus dieser Perspektive wird es von norwegischer Seite als positiv bewertet, dass die Konferenz in Berlin auch Länder mit einschließt, die nicht Teil der G20-Zusammenarbeit sind.


Anteil in Ihrem Netzwerk   |   print