Preisnominierung und jubelnde Pressestimmen für das Luther-Musical

Die Komponisten Øystein Wiik und Gisle Kverndokk sind mit ihrem Musical „Martin L.“ für den Musikpreis des Nordischen Rates nominiert worden. Das Musical wurde am 5. Juli diesen  Jahres in Erfurt uraufgeführt und hat jubelnde Pressestimmen ausgelöst.

Wiik und Kverndokk sind unter den zwölf Nominierten für den Musikpreis des Nordischen Rates, ein Preis der jedes zweite Jahr  einmal  für ein Musikwerk verliehen  wird, und jedes  andere zweite Jahr einem innovativen Ensemble oder Musikgruppe. In diesem Jahr 2008 soll ein Musikwerk geehrt werden, das  Thema ist das Musical und Musikdrama. Der Gewinner des Preises wird Anfang Oktober 2008 veröffentlicht und Ende Oktober  wird der Preis  in Helsinki übergeben.

Das Luther-Musical
Im Zentrum von „Martin L. – Das Luther-Musical“ steht nicht der Reformator, sondern der Mensch Martin Luther mit seinen Widersprüchlichkeiten, geprägt von den Extremen seiner Zeit. Auf der Suche nach dem inneren Antrieb des Reformators zeigt das Stück in einem spannenden Bilderreigen den jungen Studenten Martin Luther, hin- und hergerissen zwischen Liebe, politischen Intrigen, einem starken Willen auf der einen und ebenso starken Zweifeln auf der anderen Seite. Ein junger Mensch, der aufbegehrt und, ohne es ursprünglich zu wollen, die Welt verändern wird.

Pressestimmen
Die Pressestimmen waren nach der Uraufführung sehr positiv. Unten folgen einige Auszüge der Rezensionen.

Aus der Thüringer Allgemeine
"Nichts wirkt überdreht bzw. äußerlich hemmungslos, etwa während Luthers Läuterung in der Gewitterszene oder wenn die fiktive Geliebte Ursula (Petra-Madita Kübitz) um eine sie bis zum Schluss leitende Hoffnung fleht. Ein besonders bewegender Augenblick war mit Luthers stillem Moment des Selbstzweifels gegeben. Um seinen ketzerischen Geltungsdrang wissend, intoniert die E-Gitarre zaghaft "Eine feste Burg ist unser Gott", und die Bühnenwelt hält für intensive Sekunden den Atem an. (...) Die komplexe Dramaturgie im versöhnenden Geiste des Psalms 23 zu beschließen, ist fast eine göttliche Eingebung zu nennen." (Thüringer Allgemeine, 06.07.08)

Aus der Opernetz
"Øystein Wiik, der Librettist des Martin-Luther-Musicals, nimmt dem welthistorischen Thema nichts von seinem Gewicht. Theologisch versiert, geschichtsphilosophisch aufgestellt (...), psychologisch differenziert, historisch kundig, frech und humorvoll, schriftstellerisch mit aller kompositorischen Freiheit zaubert er eine Lutherinterpretation auf die Stufen zwischen Dom und St. Severikirche, die die Lust auf Unterhaltung, Aufklärung und Diskurs bedient." (www.opernetz.de 15.07.08)

Aus dem Freien Wort
 "Es geht um eine Rehabilitation Luthers. Man muss das Unrecht eingestehen, dass ihm widerfahren ist. Das wäre natürlich gleichbedeutend mit einer Kritik an den damaligen Päpsten und dem Skandal des Ablasswesens, das Luther heftig attackierte und an dem sich die Reformation im Volk entzündete." (Freies Wort. 16.07.08)


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