In ihrer packenden Collage aus zeitgenössischen Texten und im ständigen Perspektiv- und Figurenwechsel erzählt die Norwegerin Juni Dahr die ergreifende Geschichte einer beispiellosen Leidenschaft und Hingabe, die schon Autoren wie William Shakespeare, Friedrich Schiller und Bertolt Brecht zu Theaterstücken inspirierte.
Aus dem Einpersonstück "Joan of Arc - Vision though Fire". (Foto: Joanna Butler © Juni Dahr)
Die Uraufführung von "Joan Of Arc - Vision Through Fire" fand 1988 in Los Angeles statt und begründete Juni Dahrs Ruf als eine der faszinierendsten Schauspielerinnen Skandinaviens. Seither ist sie auf Festivals in der ganzen Welt zu Gast gewesen. Ihre beiden bisherigen THESPIS-Auftritte (2001: "Kristin Lavransdatter", 2004: "Ibsen Women") zählen bis heute zu den schauspielerischen Höhepunkten in der Geschichte des Festivals.
Das Schicksal der Jungfrau von Orléans
Die lothringische Bauerntocher Jeanne ist 13 Jahre alt, als sie 1425 ihre ersten Heiligenvisionen erlebt, die ihr befehlen, ihr Heimatland Frankreich von den Engländern zu befreien und den Dauphin zum Thron zu führen. Nach anfänglichen militärischen Erfolgen wird das charismatische Mädchen 1430 von burgundischen Soldaten an die Engländer verkauft, der katholischen Inquisition ausgeliefert und nach einem mehrmonatigen Schauprozess am 30. Mai 1431 als Ketzerin auf dem Scheiterhaufen in Rouen verbrannt. Sie ist 19 Jahre alt. 1920 wird sie von Papst Benedikt XV. heilig gesprochen.
Das Festival der Einpersonenstücke
Zum 6. Mal seit 1999 findet vom 7.-14. November 2008 in Kiel das deutschlandweit einzigartige und international renommierte Festival für Monodramen (Einpersonenstücke) aus aller Welt statt: Thespis.
Dieses Mal kommen die teilnehmenden Künstler/innen aus Großbritannien, Polen, Russland, der Schweiz, der Ukraine, den USA, Kanada, Norwegen, Israel/Palästina, Japan und Deutschland. Zum Großteil handelt es sich bei den gezeigten Inszenierungen um deutsche Erstaufführungen.