Der Preis wird dieses Jahr zum ersten Mal vergeben und ist mit € 312.500 dotiert. Der Preisträger wird für außergewöhnliche Leistungen im Geist von Henrik Ibsen geehrt.
Ibsens Weg
Über mehr als 60 Jahre hat Brook zahlreiche Schauspiele und mehrere Filme und TV-Produktionen inszeniert. Der in Paris lebende Brite hat sich vor allem mit Aufführungen von Shakespeare beschäftigt. Dessen ungeachtet sei er Ibsens Weg gegangen, indem er den Menschen und die Wahrheit ins Zentrum gesetzt habe. Er stehe auf gegen Gleichgültigkeit und Unwesentlichkeiten, und seine Inszenierungen ergreifen die Zuschauer auf ganz besondere Weise, so die Juryleiterin, Regisseurin und Schauspielerin Liv Ullmann gegenüber der norwegischen Zeitung Adresseavisen.
Festival in Oslo
Das Ibsen-Festival wurde 1990 gegründet und läuft dieses Jahr vom 28. August bis 14. September in Oslo. Das norwegische Nationaltheater in Oslo präsentiert für das Festival eigene Ibsen-Inszenierungen auf allen Bühnen, und lädt gleichzeitig andere Häuser aus Norwegen und dem Ausland zu Gastspielen ein.
Zwei deutsche Theater besuchen das Festival, jedes mit einem Theaterstück von Ibsen:
Deutsches Theater, Berlin
Vildanden (Die Wildente)
Wann: 9. und 10. September
Wo: Nationaltheatret, Hauptbühne
Centraltheater Leipzig
Matteuspassion (Matthäuspassion)
Wann: 12. und 13. September
Wo: Nationaltheatret, Hauptbühne