Im Rahmen des Festivals Nordischer Klang wird am 7. Mai in Greifswald Henrik Ibsens bekanntes Theaterstück Peer Gynt im Großen Haus aufgeführt.
Foto: Ensemble des Theaters VorpommernDer norwegische Bauernsohn Peer lügt, was das Zeug hält, und seine Mutter Aase wirft ihm vor, sein Leben zu verträumen. Statt die reiche Ingrid zu freien, lässt er sich das Mädchen von einem anderen wegschnappen. Bei der Hochzeitsfeier Ingrids verliebt sich Peer in Solveig, doch aus Wut darüber, dass alle ihn als Lügner verachten, entführt er die Braut ins Hochgebirge. Hier gerät er in die Macht magisch-mythischer Kräfte: Eine geheimnisvolle Trollfrau lockt ihn in das Reich ihres Vaters, des Dovre-Alten. Er soll die Frau heiraten und später den Alten beerben. Peer wehrt sich, doch erst Glockengeläut befreit ihn aus seiner Lage. Verstoßen von der Gesellschaft, baut er sich eine Hütte im Wald, aber Solveig folgt ihm und will bei ihm bleiben. Nach dem Tod seiner Mutter verlässt Peer seine Heimat.
Viele Jahre später ankert Peer, als Sklavenhändler ein reicher Mann geworden, mit seiner Jacht vor der Küste Marokkos. Auch hier gerät er von einem aberwitzigen Abenteuer ins nächste... Das 1876 in Oslo uraufgeführte Stück von Henrik Ibsen, das häufig als „nordischer Faust“ bezeichnet wird, verfolgt in einer Fülle von Situationen den naiv-impulsiven Egozentriker Peer Gynt auf seiner lebenslangen Suche nach einem Ich-Kern. Die zahlreichen märchenhaften Elemente des Stückes, die größtenteils, ebenso wie die Gestalt Peer Gynts, aus nordischen Volksmärchen stammen, sprengen den Rahmen des Nur-Realistischen und lassen mythische Urgründe in neuzeitlicher Form lebendig werden.
Das Theater Vorpommern bringt den Peer Gynt in einer Inszenierung von Nils Düwell.
Bühne und Kostüme: Katharina Lorenz
Musik: Christian Mathis
Choreographie: Sabrina Sadowska
Dramaturgie: Heide Palmer
Weitere Informationen:
Nordischer Klang 2010
Theater Vorpommern
Quelle: Nordischer Klang