Neuer Ibsen von Ostermeiser: Borkmann in der Schaubühne

Ibsens Theaterstücke genießen ungebrochene Popularität auf deutschen Bühnen. Thomas Ostermeiers Inszenierung an der Schaubühne ist schon ausverkauft und fügt dem Erfolg der Ibsenstücke in Deutschland ein prominentes Beispiel hinzu.

Ibsens 1896 geschriebenes Stück ist das Porträt eines Machtmenschen, der fasziniert ist von der gestalterischen Kraft des Geldes. Die Aussicht auf eigenen Gewinn ist für ihn sekundär, er denkt im großen Stil und hat den Fortschritt der ganzen Menschheit im Blick. Dass er dabei über Leichen geht und auch die eigene Liebe opfert, nimmt er in Kauf. Im Geld verehrt er eine Naturgewalt, die über den von Menschen gemachten Gesetzen steht. Ibsen beschreibt in seinem Stück aber nicht nur den kometenhaften Aufstieg und Sturz dieses Mannes, sondern auch den Krater, den der Einschlag des Kometen hinterlässt: Ausgebrannte Biografien, menschliche Verheerungen - und eine verzweifelte Hoffnung: dass mit der nächsten Generation alles gut wird.

Über die Aufführung
John Gabriel Borkmann
von Henrik Ibsen | Regie: Thomas Ostermeier
Deutsch von Marius von Mayenburg nach der Übersetzung von Sigurd Ibsen
In Koproduktion mit dem europäischen Theaternetzwerk
PROSPERO und den Ruhrfestspielen Recklinghausen,
mit Unterstützung des Kulturprogramms der
Europäischen Union

Regie  Thomas Ostermeier
Bühne  Jan Pappelbaum
Kostüme  Nina Wetzel
Musik  Nils Ostendorf
Dramaturgie  Marius von Mayenburg
Licht  Erich Schneider
 
Besetzung
Frida  Elzemarieke De Vos
John Gabriel Borkmann  Josef Bierbichler
Erhard  Sebastian Schwarz
Ella Rentheim  Angela Winkler
Fanny Wilton  Cathlen Gawlich
Gunhild  Kirsten Dene
Wilhelm Foldal  Felix Römer


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