Matias Faldbakken, Toril Johannessen und Aase Texmon-Rygh sind bei der diesjährigen dOCUMENTA(13) mit Arbeiten repräsentiert. Auch Werke von Hannah Ryggen und Arne Nordheim werden bei der «wichtigsten Kunstausstellung der Welt», die am 9. Juni in Kassel ihre Türen öffnet, vorgestellt.
Von Arne Nordheim (1931-2010) wird während der dOCUMENTA(13) die Komposition Vevnad vorgestellt. Das Stück aus dem Jahre 1993 wird täglich zwischen dem 5. und dem 10. Juni aufgeführt. Ursprünglich wurde das Werk als eine Ehrung der Künstlerin Hannah Ryggen anlässlich des 100 jährigen Jubiläums des Nordenfjelske Kunstindustrimuseums komponiert.
Vevnad wurde zuletzt 2011 im Rahmen der Ausstellung «Forms of Modern Life» bei OCA in Oslo aufgeführt, wo auch Arbeiten von Hannah Ryggen (1894-1970) ausgestellt wurden. Während der Eröffnungswoche der dOCUMENTA(13) wird Arne Nordheims Vevnad im Museum Fridericianum an folgenden Tagen aufgeführt: 6. Juni (16:00, 18:00), 7.-9. Juni (11:00, 18:00) und am 10. Juni (12:00) von den Musikern Emery Cardas (Cello), Sverre Riise (Trombone), und Asbjørn Blokkum Flø (Disklavier).
Bei früheren documenta-Ausstellungen in Kassel waren aus Norwegen bisher nur Olav Christopher Jenssen im Jahre 1992, Anna Eva Bergman im Jahre 1959 und der Deutsch-Norweger Rolf Nesch 1955 mit Arbeiten vertreten. Die diesjährige Teilnahme zahlreicher norwegischer Künstler ist aus dieser Sicht fast eine kleine Sensation für die Kunstszene Norwegens.
Übersicht über die teilnehmenden norwegischen Künstler:
Hannah Ryggen im Museum Friedericianum (Friedrichsplatz 18); Es werden sechs ihrer Tapisserien in der Rotunde vorgestellt.
Matias Faldbakkens Book Sculpture (2008/12) in der Stadtbibliothek (Obere Königsstr. 8) und in der Jugendbibliotek (Dr. Aschrott-Wohlfahrtshaus, Oberste Gasse 24). Der Künstler wird außerdem an einem Künstler-/Agenten-Gespräch mit Marta Kuzma in der Stadtbibliothek am 8. Juni (11:00 Uhr) teilnehmen.
Aase Texmon Rygh and Toril Johannessen: Teilnahme an Projekt 'When you step inside it is filled with seeds', am Ottoneum (Steinweg 2).
Die ausführliche Übersicht - auch über die Teilnehmer am "Maybe Education and Public Program" - in der Pressemitteilung des Office for Contemporary Art Norway in englischer und norwegischer Sprache finden Sie hier.
Aktuelle Infos finden Sie hier.
Marcos Lutyens und Sissel Tolaas: Reflection Room