Auch nach dem Auszug des ‚Künstlerhaus Bethanien‘ ist das legendäre Gebäude am Mariannenplatz ein wichtiges Zentrum für künstlerische Produktionen und Präsentationen in Berlin. Unter der Überschrift „Let the Rhytm Hit ‛Em“ präsentiert Kunstraum Kreuzberg/Bethanien ab dem 5. November eine von Matthias Mayer initiierte Ausstellung.
Wie sehr sind bildende Künstlerinnen und Künstler von aktueller Musik beeinflusst oder wie verbunden sind Musiker mit visueller Gestaltung? 1990 erschien das Album „Let the Rhythm Hit ‛Em“ des Hip-Hop-Duos Eric B & Rakim mit dem gleichnamigen Titelsong. Die Ausstellung setzt den Songtitel des Duos sprichwörtlich in Bezug zur bildenden Kunst – zum Leben der Künstler und ihrer Arbeit.
Der Initiator hat WegbereiterInnen und wichtigen ProtagonistInnen, deren Arbeiten im Grenzbereich zwischen bildender Kunst und Musik changieren, eingeladen, zu dieser Ausstellung beizutragen. Die Teilnehmer sind:
Oni Ayhun/Mar Ritt, David Blandy, Matthew Burbidge/Sonja Ostermann, Diego Castro, Sophie Clements, Die Tödliche Doris, Jérôme Chazeix, Jan Christensen/Anders Fjøsne/Marcel Dickhage, Frederik Foert, Ingo Gerken/Matthias Meyer, Hellmut Hattler, Max Hattler, Eno Henze, annette hollywood, Hervé Humbert/Michael Dillon/Manuel Poletti, Patrick Jambon, Jakob Jensen, Uwe Jonas, Khan, Franziska Lantz, Julia Lazarus, Arto Lindsay, Matthias Mayer, Noriko Okaku, Kirsten Palz/Jens Christian Madsen/Jeroen Jacobs, Daniel Permanetter, Katrin Plavcak/Johanna Kirsch/Rudi Fischerlehner, Reto Pulfer, Egill Sæbjörnsson, Scanner, Marc Schamuthe, Theodor Storm, Veronika Schumacher, Michael Witte und Ina Wudtke.
Der Künstler Jan Christensen (geb. 1977 in Kopenhagen) studierte an der Staatl. Akademie für Kunst u. Handwerk in Oslo (1997-2000). Er lebt und arbeitet in Berlin und Oslo. Seit diesem Jahr ist im Rahmen mehrerer Projekte eine enge Zusammenarbeit mit dem Künstlerkollegen und Musiker Anders Fjøsne (geb. 1981 in Oslo) entstanden. Zu Fjærnes Arbeiten sagt Magnus Ohren von Radio Nova: „Die Instrumente, die Anders Fjøsne zusammenbaut, wirken herrrlich fremd, aber gleichzeitig verlockend, weil: wer möchte nicht an einen Knopf drehen, der an einer Keksdose befestigt ist?“ Sehen Sie selbst! Anders Fjøsne lebt und arbeitet in Oslo.
Marcel Dickhage wurde 1977 in Herdecke geboren. Er studierte an mehrerene Hochschulen, zuletzt an der HGB Leipzig, in der Klasse für Fotographie und Medien. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Die drei Künstler wollen eine Installation, die aus verschiedenen Synthesizern, Samplern, Verzerrern und Equipment, das Sound moduliert und manipuliert, in der Ausstellung präsentieren. Die Töne werden durch Interaktion zwischen Installation und Publikum erzeugt.
5. November 2011 bis 15. Januar 2012
Eröffnung, Freitag den 4. November, ab 19:00 Uhr
Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Mariannenplatz
Berlin-Kreuzberg
Quelle: Kunstraum Kreuzberg / OCA, Oslo