Foto: IDA EKBLAD Madam is fucking Madame, Installationsansicht. (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2017 .Foto: IDA EKBLAD Madam is fucking Madame, Installationsansicht. (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Ida Ekblad im Kunsthaus Hamburg von 07.02. bis 26.03.2017

Das Kunsthaus Hamburg zeigt Ida Ekblads erste institutionelle Einzelausstellung, Diary of a Madam, in Deutschland. Bei der Eröffnung am 6.2. gibt es eine Performance vom norwegischen Musiker Nils Bech.

Die Malereien und Skulpturen von Ida Ekblad sind ein Befreiungsschlag. Expressive Gesten, Flipper, Airbrush, Alien, Schrott, Puffeffekt wie auf den T-Shirts der 90er Jahre – Ida Ekblads künstlerische Praxis zeugt von einem anarchischen Geist, der sich die überkommenen und abgelegten Stile, Motive und Materialien westlicher Popkultur aneignet. Ihre energetischen Arbeiten sind durch Worte oder ganze Gedichte ergänzt. Sie haben Rhythmus und Poesie.

Graffiti und in Puff-Plastik

Am Rande des guten Geschmacks provozieren Ida Ekblads Bilder eine stark affektive Wirkung. Was einerseits wie ein Zelebrieren ambivalenter Materialien und Ästhetiken erscheint, ist zugleich ein Kampf. Dies zeigt sich auch in Ida Ekblads neuen großformatigen Bildern, bei denen sich pubertäres Graffiti und in Puff-Plastik geformte Murano Vasen begegnen.

Zur Eröffnung am 6.2. im Kunsthaus Hamburg findet eine Performance des norwegischen Sängers Nils Bech in Kooperation mit Ida Ekblad statt. Die für diesen Kontext entstandenen Skulpturen werden zur Bühne für Nils Bechs elektronische Popmusik. Die Performance wird außerdem im KW Institute for Contemporary Art, Berlin und im ICA Institute for Contemporary Art in London zu sehen sein.

Mit ihren Arbeiten war Ida Ekblad (*1980 in Oslo) bereits in zahlreichen internationalen Kunstinstitutionen vertreten, unter anderem 2016 im FRAC Basse-Nomandie, Caen; 2015 im BALTIC Centre for Contemporary Art, Gateshead (solo) und der Kunsthalle Bern; 2013 im National Museum of Norway – Museum of Contemporary Art, Oslo (solo) und im Palais de Tokyo, Paris; 2010 in der Bonniers Konsthall, Stockholm (solo) und der Bergen Kunsthall (solo). Darüber hinaus wurde Ida Ekblad 2011 zur 54. Biennale von Venedig eingeladen.kung. Was einerseits wie ein Zelebrieren ambivalenter Materialien und Ästhetiken erscheint, ist zugleich ein Kampf. Dies zeigt sich auch in Ida Ekblads neuen großformatigen Bildern, bei denen sich pubertäres Graffiti und in Puff-Plastik geformte Murano Vasen begegnen.

Kuratorin: Anna Sabrina Schmid

Text: Kunsthaus Hamburg / Kgl. Norwegische Botschaft


Bookmark and Share