Norwegen beim Bocuse d'Or

Beim Bocuse d'Or wurde norwegischer Fisch drei Mal als offizielles Produkt ausgewählt.

Norwegische Fjordforelle - 2003
Die norwegische Fjordforelle (Oncorhynchus mykiss) hat festes Fleisch, eine feine Textur sowie einen milden Geschmack und bleibt nach der Zubereitung stets saftig. Sie lebt und gedeiht in begrenzter Zahl entlang der 21.000 Kilometer langen norwegischen Küste und ist sehr anspruchsvoll, was Lebensraum und Klima betrifft. Dies erschwert die Aufzucht in anderen Regionen als in den klaren, kalten Fjorden Norwegens.

Die charakteristische rote Farbe verdankt die norwegische Fjordforelle ihrer Ernährung; sie nimmt die Farbe schneller und leichter an als andere lachsartige Fische. Da bei diesem Fisch das Fett größtenteils im Bauch sitzt und nicht im Fleisch, ist die Fjordforelle relativ mager und einzigartig im Geschmack. Geschmack und Farbe haben dazu geführt, dass Japan seit mehr als 3 Jahren der größte Importeur norwegischer Fjordforellen ist. Die Japanischen Profiköche, deren Qualitätsansprüche besonders hoch sind, schätzen ihre Eigenschaften immer mehr, besonders bei der Verwendung für sushi und sashimi.


Die Qualität der Fjordforellen wurde und wird durch strenge Umweltauflagen kontinuierlich sichergestellt.

Seelachs und Jakobsmuscheln aus Norwegen -1999
Der norwegische Seelachs verdankt seinen guten Ruf den vielen Kennern und Genießern, die seinen authentischen
Fischgeschmack und das lockere, perlgraue, delikate Fleisch zu schätzen wissen. Sein markanter und einzigartiger
Geschmack ist ausgeprägter als der anderer Arten. Er ist in der Nordsee und in den norwegischen Meeresgebieten zu Hause, die mit ihrem kalten Wasser dem Seelachs ideale Bedingungen bieten. Norwegischer Seelachs mit seinem charakteristischen schlanken und muskulösem Äußeren kann das ganze Jahr hindurch gefangen werden. Er wiegt bis zu 15 Kilo und erreicht eine länge von bis zu 12 Metern. Sein mageres, festes Fleisch sowie sein ausgeprägt delikater Geschmack trugen ihm im Jahr 1999 die Wahl zum offiziellen Fisch des Bocuse-d'Or-Wettbewerbs ein.

Auch für die Jakobsmuscheln, ihr Aroma, ihre Farbe und ihre Textur sind die kalten und klaren Gewässer Norweger von eminenter Bedeutung. Die größten finden sich im Weste und im Norden des landes in einer Tiefe zwischen 10 und 3 Metern. Ihr vor Umweltbelastungen geschützter Lebensraum verleiht den norwegischen Jakobsmuscheln nicht nur eine hervorragenden Geschmack und eine schöne Form, sondern häufig auch eine lebhafte, oft rot- oder goldbraune Färbung mit Zickzackstreifen und Tupfen von Rot und Rosa bis hin zu blassem Gelb.

Jahrhundertelang haben die Norweger ihre reiche Bestände an Jakobsmuscheln nicht angetastet (sie wurde früher ausschließlich als Köder verwendet), heute wird die Delikatesse mehr und mehr zum Exportschlager, dessen natürlicher Reichtum durch gezüchtete Exemplare ergänzt wird.

Norwegischer Skrei - 1997
Norwegischer Skrei erfreut sich heute auch im Ausland, insbesondere in Westeuropa, einer ständig wachsenden Beliebtheit bei Köchen und Gourmets. Er genießt in den Feinschmeckerlokalen Frankreichs, Belgiens, Luxemburgs,
Deutschlands und Spaniens große Popularität und wird besonders wegen seines Fleisches, seiner Zunge und seines Rogens bevorzugt. Köche schätzen vor allem sein schneeweißes Äußeres und das lockere wohlschmeckende Fleisch.


Seine Eigenschaften verdankt dieser Fisch nicht zuletzt den kalten Gewässern Norwegens l\nd seiner langen Wanderschaft, auf der er bis zu 20 Kilometer am Tag zurücklegt. Unter allen Kabeljau- oder Dorscharten, die in den norwegischen Gewässern vorkommen, zeichnet sich der Polardorsch dadurch aus, dass er die meiste Zeit seines Lebens in der Barentssee verbringt, sich aber in der Jugend und als geschlechtreifer Kabeljau (Skrei) auf Wanderschaft begibt. Das alljährliche Laichritual des Skrei, das von Januar bis März stattfindet, ist nur an der Nordküste Norwegens zwischen Finnmark und Stad zu beobachten.


Die wichtigsten Laichgründe befinden sich dabei vor dem Lofoten-Archipel. Zwar wird Dorsch auch mit dem Schleppnetz in der Barentssee gefischt, aber die Wanderung des Skrei bildet noch immer die Basis für den wichtigsten saisonalen Fang in Norwegen. Oft wird dieser wegen seiner Wanderung auch als das "Naturwunder der norwegischen Gewässer" bezeichnet.


Quelle: Norwegian Seafood Export Council   |   Anteil in Ihrem Netzwerk   |   print