Der norwegische Fotograf Arild Kristo ist mit drei Berlin-Fotografien in der großen Ausstellung - Menschen-Orte-Zeiten - im Deutschen Historischen Museum in Berlin repräsentiert.
Seit zwanzig Jahren sammelt das Deutsche Historische Museum Fotografien zur Zeitgeschichte und zum Alltagsleben. Teilnachlässe von Fotografen und Bildagenturen konnten gekauft oder auch als Schenkungen übernommen werden. Neben diesen Erwerbungen und Übernahmen hat das DHM künstlerisch ambitionierte Fotografie gesammelt. So gelang es im Jahr 2007 das Archiv des „Jurypreises Junger Bildjournalismus“ mit über 400 prämierten Arbeiten zu übernehmen, der alle zwei Jahre zwischen 1992 und 2002 verliehen wurde. Seit 2009 befinden sich auch die Arbeiten aller Preisträger des „Deutschen Jugendfotopreises“ ab 1960 bis heute als Dauerleihgabe in der Sammlung.
Nun ist die Zeit reif für eine Präsentation des umfassenden Repertoires der Sammlung. Die Ausstellung zeigt in über 250 Motiven die fotografischen Highlights der Sammlung von den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts bis zum Ende der DDR 1990 in einem chronologischen Überblick. Die aus den vielen Regalmetern mit Fotografennachlässen ausgewählten Fotografien laden zu einem Rundgang durch die bewegte Geschichte der letzten 130 Jahre ein. Darüber hinaus stellen Themen wie Porträt, Sport und Modefotografie Schwerpunkte der Sammlung dar.
Die Bilder der Ausstellung werden in einem Fotokunstbuch vorgestellt, und Arild Kristo ist hier der einzige norwegische Fotograf. Das Deutsche Historische Museum hat insgesamt 18 seiner Fotos für seine Sammlung eingekauft. Fotografien von Arild Kristo wurden unter anderem auch vom Museum of Modern Art in New York für die private Sammlung von Edward Steichen und dem Osloer Museet for samtidskunst eingekauft.
Text: Deutsches Historisches Museum / Norwegische Botschaft