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Datum::  Dienstag, 20. September 2011 20:00 - 22:00
Ort:: Literaturhaus Berlin

Ingar Sletten Kolloen: Hamsun

Knut Hamsun , 1929. 
Foto: Anders Beer Wilse/ Nasjonalbiblioteket  .Knut Hamsun , 1929. Foto: Anders Beer Wilse/ Nasjonalbiblioteket

Er pries und verewigte das einfache Leben seiner Vorfahren, seine Härte und seine Größe. Er schrieb die neue Seelendichtung, und die Welt legte sich ihm zu Füßen. Er aber blieb ein Wanderer und Getriebener, der zitterte und seine Familie zittern machte. Er haßte die Moderne und die Engländer, er huldigte Hitler und bezahlte dafür. Der Sohn eines Bauern und Schneiders wurde Dichter und Verführer, Schwärmer und Eroberer, Zauberer und Verräter, Gutsherr und Nervenbündel, Nobelpreisträger und Narzißt.

Wie hatte das alles begonnen?, fragt Ingar Sletten Kolloen, was hat den Armeleutesohn vom Rande Europas, der nur 252 Tage zur Schule gegangen war, zu dem Schriftsteller gemacht, von dem Thomas Mann sagen konnte: »Keiner hat den Nobelpreis so verdient wir er.« Und was treibt einen weltberühmten Schriftsteller dazu, dem größten Verbrecher des zwanzigsten Jahrhunderts zu huldigen, um mit 89 Jahren wegen Landesverrates verurteilt zu werden. Ingar Sletten Kolloen hat die bislang materialreichste Biographie des großen norwegischen Schriftstellers Knut Hamsun (1859-1952) geschrieben; sie ist in diesem Frühjahr in der Übersetzung von Gabriele Haefs im Berliner Landt Verlag erschienen.
Der Literaturkritiker Wolfgang Schneider spricht mit Ingar Sletten Kolloen über Knut Hamsun.

http://www.literaturhaus-berlin.de/


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