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"King of Devil’s Island" großer Gewinner der Nordischen Filmtage Lübeck

Letzte Aktualisierung: 07.11.2011 // Das norwegische Drama „King of Devil’s Island“ von Regisseur Marius Holst ist bei den 53. Nordischen Filmtagen Lübeck sowohl mit dem renommierten NDR Spielfilmpreis als auch dem begehrten Publikumspreis der Lübecker Nachrichten ausgezeichnet worden. Ebenfalls aus Norwegen kommen der Gewinner des Dokumentarfilmpreises „Mein Geliebter – Ein Film über Liebe und Mut“ von Hilde Korsæth und der diesjährige Liebling der Kinderjury „Bis zum letzten Hindernis“ von Anders Øvergaard.

Für die Schilderung einer Rebellion auf einer Gefängnisinsel im Oslofjord des Jahres 1915 mit Stellan Skarsgård in der Hauptrolle nahm Regisseur Marius Holst gemeinsam mit Darsteller Benjamin Helstadt die beiden Preise des größten Filmfestivals zum nordischen Film in Europa bei der Filmpreisnacht am 5. November im Theater Lübeck entgegen.

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Den mit 12.500 Euro dotierten NDR Spielfilmpreis der 53. Nordischen Filmtage Lübeck vergab die Jury mit der Begründung, dass „King of Devil’s Island“ (orig. Kongen av Bastøy) über die Rekonstruktion historischer Fakten große Themen der Menschheitsgeschichte mit aktueller politischer Bedeutung aufarbeite: „King of Devil’s Island ist ein fesselndes Kinoerlebnis von großer erzählerischer Wucht“, lautet das Fazit der Jury. Über den mit 5.000 Euro dotierten LN Publikumspreis, der ebenfalls an „King of Devil’s Island“ ging, stimmten die Zuschauer des Festivals per Stimmzettel an.

 

Den mit 2.500 Euro dotierten Dokumentarfilmpreis gewann „Mein Geliebter – Ein Film über Liebe und Mut“ von Hilde Korsæth. Die Dokumentation zeigt laut Jury „mit Einfühlungsvermögen und sensibler Kameraführung, wie die Banalitäten des Alltags bei Alzheimer zu Herausforderungen werden.“

Der Preis der Kinderjury, dotiert mit 5.000 Euro, ging an den norwegischen Beitrag „Bis zum letzten Hindernis“ von Anders Øvergaard. Die Geschichte eines Großstadtmädchens, das auf dem Land seine Liebe zu den Pferden entdeckt, zeige, „dass wahre Freundschaft zwischen Menschen das Wichtigste im Leben sein kann“, heißt es in der Begründung der Kinder-Jury.

Der Baltische Filmpreis der 53. Nordischen Filmtage Lübeck ging an den Isländer Hafsteinn G. Sigurdssons für dessen absurde Komödie „Ein anderer Weg“, über zwei Straßenarbeiter in der isländischen Einöde. Mit dem Kirchlichen Filmpreis wurde die Komödie „Tütenbierfilm“ von Ville Jankeri, eine finnische Romanverfilmung, prämiert. Der ergreifende schwedische Jugendfilm „Du fehlst mir, Du fehlst mir!“ von Anders Grönros über eine 15-jährigen, die den Unfalltod ihrer Zwillingsschwester verarbeiten muss, erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Kinder- und Jugendfilmpreis.

Den Cinegate-Preis für den besten Kurzfilm im Filmforum, der norddeutschen Sektion der Nordischen Filmtage Lübeck, hat „Wie ein Fremder“ von Lena Liberta mit ihrer Geschichte eines jungen Iraners in Deutschland gewonnen. Der Regisseurin gelinge es, „ohne Moral und Zeigefinger das politische Problem des geduldeten Ausländers in seinen vielfältigen persönlichen Auswirkungen zu zeigen.“

Sämtliche Preisträger und Jurybegründungen gibt es hier zum Download.


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