Mit der gewöhnlichen Knopflochchirurgie führen die Chirurgen Operationsinstrumente und eine kleine Videokamera durch eine kleine Öffnung in den Körper des Patienten. Diese Technik ist bei Operationen in der Bauchregion üblich. Es kann jedoch kompliziert sein, wenn die Stelle, die operiert werden soll, schwer zugänglich ist und nicht mit Hilfe der Kamera gesehen werden kann.
Mit der neuen Technologie können die Ärzte jetzt auch "hinter" die Videobilder schauen, um die Präzision bei Operationen zu erhöhen. Dies ist dadurch möglich, dass Röntgen- und MR-Bilder des Patienten zu einer dreidimensionalen Karte umgewandelt werden. Im Prinzip funktioniert dies auf die gleiche Art und Weise, wie wenn man ein Auto mit GPS-Navigation fährt, wo man der Karte entnehmen kann, wo man sich befindet.
- Der verbesserte Blick auf lebenswichtige Organe und Blutgefäße erlaubt es, dass wir Knopflochoperationen mit einer extra hohen Sicherheitsmarge ausführen können. Deshalb können wir die Knopflochchirurgie weit öfter als früher bei der Entfernung von Krebsgeschwülsten in Organen benutzen, die für einen Knopflocheingriff schwer zugänglich liegen, wie Nieren, Nebennieren und Bauchspeicheldrüse, erklärt Ronald Mårvik,Oberarzt und Chirurg am St. Olavs Krankenhaus in Trondheim.
Diese innovative Technologie ist von der norwegischen Forschungsstiftung SINTEF in Zusammenarbeit mit norwegischen Ärzten entwickelt worden.