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Datum::  Dienstag, 23. Oktober 2007 - Samstag, 10. November 2007
Kategorie::  Musik

Kristin Asbjørnsen-"Wayfaring Stranger"

In Oktober und November unternimmt die norwegische Künstlerin Kristin Asbjørnsen eine Tournee in Deutschland, um ihr neues Album „Wayfaring Stranger“ zu präsentieren.

Kristin Asbjørnsen ist mit einer Stimme gesegnet, die ganz so klingt, als wäre die Sängerin nicht in Oslo, sondern in einem der Südstaaten der USA zur Welt gekommen: sie ist tief und kraftvoll, rau und heiser, sehr leidenschaftlich und bluesig. Kurzum: Sie scheint wie geschaffen für die Interpretation der elf traditionellen Spirituals ihres erstaunlichen Solodebütalbums "Wayfaring Stranger".

Die 1971 geborene Kristin Asbjørnsen begann ihre Karriere vor rund zehn Jahren als Mitglied des weiblichen Gesangsquartetts Kvitretten, das sie zusammen mit Solveig Slettahjell, Eldbjørg Raknes und Tone Åse bildete. Alle vier Sängerinnen haben seitdem unterschiedliche musikalische Wege beschritten, doch eines verbindet sie nach wie vor: das Faible für äußerst originell gewählte Texte. Nachdem sich die Kvitretten aufgelöst hatten, verfolgte Asbjørnsen ihre Karriere als Sängerin der Bands Krøyt und Dadafon weiter. Vertont wurden dabei unter anderem Texte von Walt Whitman und Charles Bukowski sowie norwegischen Dichtern wie Anne Bøe, Ragnhild Lund Ansens und Tale Næss. Asbjørnsen wirkte als Vokalistin außerdem an der Aufnahme von Pianist Ketil Bjørnstads politisch gefärbtem Album "Seafarer's Song" mit und schrieb die Musik für den Film "Factotum". In diesem porträtierte der norwegische Regisseur Bent Hamer das harte Leben Bukowskis. Der Soundtrack, den Asbjørnsen u.a. mit ihren Kollegen von Dadafon und dem Pianisten Tord Gustavsen einspielte, erschien 2006.

Mit "Wayfaring Stranger" legt Kristin Asbjørnsen nun also endlich ihr erstes Album unter eigenem Namen vor. Es ist eine Kollektion von größtenteils kaum bekannten afro-amerikanischen Sprituals, die Asbjørnsen durch die aus Chicago stammende schwarze Sängerin Ruth Reese kennenlernte, die 1960 nach Norwegen ausgewandert war und dort bis zu ihrem Tod im Jahr 1990 lebte. Reese vermachte Asbjørnsen vor ihrem Tod ihr umfangreiches Songbook mit Spirituals. Als Spirituals bezeichnet man die religiösen Volkslieder, die von den Nachfahren der Sklaven stammen. Die ersten entstanden im 17. Jahrhundert und wurden durch mündliche Überlieferung von Generation zu Generation weitergereicht. Die Lieder erzählen von Sehnsucht, Trauer, Einsamkeit und Überlebenskampf, aber auch von Hoffnung und freudigen Ereignissen.

Wayfaring Stranger Tour:
23.10. Fabrik Hamburg
24.10. Monami Weimar
25.10. Kulturscheune Isernhagen/b. Hannover
27.10. Jazz Cologne Köln
28.10. Kulturladen KFZ Marburg
30.10. Hospitalkirche Schwäbisch-Hall
01.11. Martinskirche Langenau
02.11. Tollhaus Karlsruhe
03.11. Domicil Dortmund
08.11. Unterfahrt München
10.11. Jazztage Ingolstadt


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