Silje Nes (26) kommt aus Leikanger in Sogn, hat aber im letzten Halbjahr in Berlin gewohnt, wo sie sich gemeinsam mit ihren Musikerkollegen auf die Lancierung der Platte und die anschließenden Konzerte vorbereitet hat. Ihr andauernder und sonderbarer Knisterpop ist über viele Jahre übrig geblieben, sie komponiert nicht auf traditionelle Art und Weise, sondern setzt lieber Laut-Kollagen zusammen, die sich so weiter zu Liedern entwickeln. Ursprünglich spielte sie klassisches Klavier, ließ dies aber nach und nach außer Acht und versuchte sich stattdessen an der Gitarre und am Laptop, etwas was der Musik eine frische und unkonventionelle Qualität verleiht. Viele der Melodien können als vorsichtige, flüchtige musikalische Idee rund um die Gitarre, die Marimba, die Blockflöte, die Melodica oder undefinierbares Knistern beschrieben werden. Das Album kann als ein Traum empfunden werden, den man teilweise wiedererkennt, in dem Stimmen und Klänge in das Bewusstsein, einem Ort zwischen schlafendem und wachem Zustand, eindringen und vertrieben werden.
Im Musikmilieu rund um Europa ist bereits seit einiger Zeig über Silje Nes’ ausgefallenen Stil und ihre karge magische Musik getuschelt worden, aber wenige haben sie wirklich gehört, da sie kaum eigene Konzerte gegegen hat. Aber in Verbindung mit der Veröffentlichung wird Silje Nes mehrere kleine Konzerte in Berlin geben, bevor es eine größere Tournee Anfang Januar gibt.