”Die Festspiele sollen zum wichtigsten Treffpunkt für Künstler in den Nordischen Ländern und dem Baltikum werden”, sagt der Festspieldirektor, der ehemalige Direktor der Komischen Oper in Berlin, Per Boye Hansen.
Die Bergener Festspiele sind eine Arena, in der die Tradition dem Experimentellen begegnet. Das diesjährige Programm weist eine besondere Breite auf, und das Publikum hat die Chance internationale Weltklasse-Künstler zu erleben. Unter den Gästen sind unter anderem zwei Grammy-Award-Gewinner, der estnische philharmonische Kammerchor, mit Dirigent Paul Hillier, und der walisische Bass/Bariton Bryn Terfel.
Darüber hinaus finden sich einer der besten Violinisten der Welt, Renaud Capucon, sowie Norwegens aufstrebendes Violin-Talent Henning Kraggerud im Programm. Norwegens wohl begabtester Pianist, Leif Ove Andsnes, und der Cellist Truls Mørk sind ebenfalls beide während der Festspieltage in Bergen zu sehen.
Bei dem Festival dreht sich nicht nur alles um Musik, sondern es ist auch ein Treffpunkt für Theater, Tanz, bildende Kunst und Literatur. Von 2006 bis 2009 präsentieren die Festspiele in Bergen jedes Jahr ein neues Theaterstück des norwegischen Dramatikers Jon Fosse. „Eg er vinden“ (Ich bin der Wind) ist der Titel des diesjährigen Werks .
Das Festival, das nun zum 55. Mal veranstaltet wird, fand zum ersten Mal 1953 statt. Damals bekam die Sängerin Fanny Elsta, inspiriert vom ”Musikfest” des Komponisten Edvard Grieg in Bergen 1898, die Idee zu den Bergener Festspielen. Grieg ist wie immer gut repräsentiert während der Festspiele in seiner Heimatstadt, und 100 Jahre nach seinem Tod wird über das ganze Jahr 2007 eine Reihe von Grieg-Veranstaltungen in Norwegen und weltweit arrangiert.

Bergen im Frühling (Foto: Helge Skodvin)