Das staatliche Museum für Völkerkunde in Oettingen in Bayern zeigt vom 6.4.06 bis zum 30.1.07 eine Ausstellung über die Menschen und die Natur im Hohen Norden Europas.
Im arktischen Teil Europas, in Norwegen, Schweden, Finnland und im Westen Russlands, leben die Lappen, die sich selbst als Saami bezeichnen. Die Ausstellung, die vom 6.4.06 bis zum 30.1.07 im Staatlichen Museum für Völkerkunde in Oettingen i. Bay zu sehen ist, hat den Titel ”Lappland – Der eisige Norden Europas” und hat die vergangene wie die aktuelle Lebensweise der Saami zum Thema.
Großfotos, die in den letzten zehn Jahren in Russland und Finnland aufgenommen wurden, informieren über das heutige Leben. Archivfotos und ethnographische Objekte geben eine historische Tiefe. Die materiellen und spirituellen Aspekte des traditionellen Lebens werden durch originale Gegenstände aus der Sammlung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München dargestellt.
Etwa ein Fünftel der Ausstellungsfläche ist speziell für Kinder eingerichtet.
Für weitere Information über die Ausstellung und das Museum, sehen Sie bitte die Internetseite des Staatlichen Museums für Völkerkunde in Oettingen.
Die Saami sind eine Gruppe von etwa 60 000 – 100 000 Menschen. Der größte Teil der Saami, etwa 40 000 – 50 000 Menschen, lebt in Norwegen. Es gibt etwa 10 Saamisprachen, aber die meisten Saami in allen vier Ländern sprechen die Sprache Nordsaamisch. Die Saami sind Nachkommen eines Volkes, das nach dem Ende der letzten Eiszeit, vor ca 10 000 Jahren, in Nord-Fennoskandia lebte. Es war ursprünglich ein Fangvolk, doch seit ca 1000 Jahren sind sie Rentierzüchter. Die Saami sind heute ein modernes Volk. Nur wenige ernähren sich von Naturressourcen. In Norwegen, Schweden und Finnland haben die Saami ihr eignes vom Saami-Volk gewählte Parlament, Sámediggi, das beratende Gewalt hat.