Neue norwegische Filme erreichen die deutschen Kinos

„Auf Anfang“, der von der Kritik hochgelobte Debütfilm des jungen, norwegischen Regisseurs Joachim Trier, ist der prominenteste der vielen neuen norwegischen Filme, die jetzt in den deutschen Kinos angelaufen sind.

Seit dem 2. August läuft “Auf Anfang” in den deutschen Kinos. Der Film erzählt die Geschichte von zwei befreundeten, aufstrebenden Schriftstellern, Erik (Espen Klouman Høiner) und Phillip (Anders Danielsen Lie). Die gegensätzlichen jungen Männer stehen beide am Anfang ihrer Schriftstellerkarriere, doch der Durchbruch des einen stellt ihre Freundschaft auf eine harte Zerreiβprobe. Scheitern und Neuanfang, Ängste und Sehnsüchte, Beziehungen und Zukunftspläne sind die Spielarten des Lebens, die Trier in seinem Film subtil und lakonisch beschreibt.

„Auf Anfang“ ist ein kraftvolles, weil subtiles Generationenporträt der „twenty-somethings“ in der Großstadt. Er ist mehrfach ausgezeichnet und war Publikumsliebling diverser europäischer Festivals und auch Norwegens ausgewählter Oscar-Kandidat dieses Jahr.

 

Norwegische Spielfilme auf Tour
Triers „Auf Anfang“ ist aber nicht der einzige norwegische Film den man jetzt in den deutschen Kinos sehen kann. Von Mai bis Dezember 2007 gehen sieben aktuelle Spielfilme auf Tour durch die Kommunalen Kinos:

 

Genosse Pedersen (2006) Regie: Hans Petter Moland

 

Ein Volksfeind (2005) Regie: Erik Skjoldbjærg

 

Nachbarn (2005) Regie: Pål Sletaune

 

Kuss des Winters (2005) Regie: Sara Johnsen

 

Der Himmel stürzt ein (2002) Regie: Gunnar Vikene

 

Sieh mich an (2002) Regie: Trygve Allister Diesen

 

Libellen (2001) Regie: Marius Holst
 

Die sieben Filme repräsentieren eine neue Generation norwegischer Filme, die kommerziellen Erfolg in den heimischen Kinos sowie Preise und Anerkennung auf Internationalen Filmfestivals gut kombiniert haben. Zum Beispiel wurde Hans Petter Moland für seinen Film „Genosse Pedersen“ beim Filmfestival in Montreal 2006 mit dem Regiepreis ausgezeichnet. Auch Gunnar Vikenes Film „Der Himmel stürzt ein” erhielt bei den Nordischen Filmtagen Lübeck den Publikumspreis.

 

Fantasy Filmfest
Das Fantasy Filmfest vertritt Filme in den Genres Science Fiction, Horror und Thriller, und verspricht ausschlieβlich Originale und originelle Filme zu zeigen. Vier weitere neue norwegische Filme nehmen im offiziellen Programm des Filmfests an der Deutschlandtour teil.

Zu sehen ist „Free Jimmy“ (2006) von Christopher Nielsen, der erste computeranimierte Spielfilm Norwegens. Ein Comic-Film garantiert nur für Erwachsene.

 

The Bothersome Man“ (2006) von Jens Lien ist eine böse Satire und ein äuβerst intelligentes Vergnügen, das schon viele Festivalpreise erntete.

 

Cold Prey“ (2006) von Roar Uthaug ist ein Film des Slasher-Genres. Die Hingabe, mit der erst lebendige Charaktere mit Persönlichkeit entwickelt werden, um sie alsdann der slasher-typischen Hetzjagd preiszugeben, macht diesen Film zu einer feinen Variante dieses Genres.

 

Uro“ (2006) der Debütfilm von Stefan Faldbakken mit Norwegens diesjährigem „Shooting Star“ Nicolai Cleve Broch in der Hauptrolle ist ein spannender, überdurchschnittlich guter „Cop-Thriller“.

 

Das Fantasy Filmfest findet zwischen vom 01.-22.08. in den acht Städten München, Stuttgart, Nürnberg, Bochum, Frankfurt, Köln, Berlin und Hamburg statt.
  


Quelle: Kgl. Norwegische Botschaft Berlin   |   Anteil in Ihrem Netzwerk   |   print