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Datum::  Mittwoch, 31. Oktober 2007 - Sonntag, 4. November 2007
Ort:: Lübeck
Kategorie::  Film

49. Nordische Filmtage Lübeck

Heiße Filme aus kalten Landen. Auch in diesem Jahr kann man vom 31. Oktober bis zum 4. November die Faszination des nordischen Kinos erleben bei den 49. Nordischen Filmtagen in Lübeck. Zur Eröffnung der Nordischen Filmtage wird Petter Næss’ Film und der norwegische Oscar-Beitrag um den besten nichtenglischen Film „Gekrallt“ gezeigt.

Die Nordischen Filmtage Lübeck, 1956 erstmals veranstaltet und 1971 in städtische Trägerschaft übernommen, zählen zu den traditionsreichsten Filmfestivals weltweit. Sie sind das einzige Festival in Deutschland und neben dem später entstandenen Festival im französischen Rouen das einzige in Europa, das sich ganz auf die Präsentation von Filmen aus dem Norden und dem Nordosten des Kontinents spezialisiert hat.
 
Alljährlich werden hier Anfang November fünf Tage lang die neuesten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen und Schweden vorgestellt. Daneben gibt es ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm und eine Retrospektive, die wichtigen Epochen, bestimmten Genres oder bedeutenden Persönlichkeiten der Filmgeschichte gewidmet ist. Begleitend finden Seminare, Diskussionen und Gesprächsrunden statt.

Dieses Jahr werden rund 120 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus den skandinavischen und baltischen Ländern sowie Schleswig-Holstein präsentiert. Höhepunkt des Rahmenprogramms ist die Filmpreisnacht am Samstag, dem 3. November, in der Lübecker Musik- und Kongreßhalle, in deren Rahmen die Preise der Nordischen Filmtage Lübeck sowie der Norddeutsche Filmpreis verliehen werden. Insgesamt neun Auszeichnungen werden jährlich vergeben.

Die Nordischen Filmtage Lübeck sind mit zuletzt 20.500 Besuchern ein großes Publikumsfestival und ein wichtiger Treffpunkt für die Filmbranche aus Deutschland und dem Norden sowie Nordosten Europas. Viele der Regisseure, die in Lübeck ihre Debütwerke vorstellten, haben mittlerweile Weltruhm erlangt - wie Bille August, Lasse Hallström, Aki Kaurismäki oder Fridrik Thór Fridriksson.
 
Die Nordischen Filmtage Lübeck werden von der Hansestadt Lübeck in Zusammenarbeit mit den Filminstituten und Filmstiftungen Skandinaviens sowie den Filminstitutionen der baltischen Länder ausgerichtet. Die Schirmherrschaft haben die Botschafter der nordischen Länder in Deutschland. Ehrenpräsidentin des Festivals ist die norwegische Schauspielerin und
Regisseurin Liv Ullmann. Medienpartner ist der Norddeutsche Rundfunk (NDR).


Zur Eröffnung der Nordischen Filmtage wird der norwegische Film „Gekrallt“ gezeigt.

Szene aus "Gekrallt".

Es muss Liebe sein! Sie zieht bei Ihm ein, und Er lässt es geschehen. Zwar redet sie ein bisschen zuviel, doch dann geht Er eben schwimmen. Zwar hat sie einen Vaterkomplex, aber den kann Er ja vielleicht beheben? Zwar verliert Er seinen Job, doch dann geht man eben gemeinsam auf Reisen. Zwar lässt sie sich auf eine kleine Insel versetzen, aber dann liebt Er sie halt aus der Ferne … Sie heißt Marianne, Er bleibt namenlos und Marianne über alle Turbulenzen hinweg treu und verfallen.

Das Liebes- und Zusammenleben der zwei hat Regisseur Petter Næss als einen hochtourigen Schlagabtausch inszeniert. Zwar folgen in dieser Paarbeziehung Zerwürfnis, Kompromiss und Versöhnung schneller aufeinander als im wirklichen Leben, doch das schmälert den Wiedererkennungswert von „Gekrallt“ keineswegs. Mit seiner Bearbeitung eines Romans des Erfolgsschriftstellers Erlend Loe (die Næss auch schon auf die Bühne gebracht hat) ist dem „Elling“-Regisseur erneut ein hochkomischer Coup gelungen: „Gekrallt“ zeigt aufs Unterhaltsamste, dass Männer und Frauen nicht voneinander getrennt leben können. Aber erst recht nicht zusammen.

Das komplette Programm der Nordischen Filmtage in Lübeck findet man hier.


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