Gemäss New York Times wird das Universitätsklinikum Rikshospitalet als Modell für den Rest Europas benutzt, was Krankenhausdesign und –architektur betrifft. Designer aus der ganzen Welt reisen nach Oslo, um von dem norwegischen Krankenhaus zu lernen.
Es ist der internationale Trend "Healing Hospitals", der die Aufmerksamkeit auf das Rikshospitalet richtet. Das Milieu und die Umgebung eines Krankenhauses sind wichtig für das Wohlbefinden der Patienten und ist im Stande, zur Gesundung beizutragen. Ausserdem hat das Milieu eine grosse Bedeutung für die Angestellten.
Licht und Luft
Das Rikshospitalet zog im Jahr 2000 in neue Räumlichkeiten. Das Krankenhaus sieht äusserlich ganz normal aus, aber im Innern des Gebäudes ist grosser Wert darauf gelegt worden, eine helle und luftige Atmosphäre zu schaffen. Farben, Formen und Material sind nach der Wirkung auf die Patienten, die Angehörigen und die Angestellten ausgewählt worden. Die Kunstsammlung im Krankenhaus ist Norwegens grösste öffentliche Sammlung ausserhalb der Museen. Die Natur befindet sich direkt vor der Tür.
Buch über Krankenhausdesign
Der britische Architekt Tony Monk hat kürzlich das Buch "Hospital Builders" (Academy Press) herausgegeben. Monk, der sich auf Design im Gesundheitswesen spezialisiert hat, betont wie wichtig das Milieu an einem Krankenhaus in Verbindung mit der Rehabilitation der Patienten ist. Über das Rikshospitalet sagt Monk der New York Times: "(...) das beste Beispiel, das wir heute haben, was den Gebrauch von künstlerischen und menschlichen Gestaltungsmitteln, sowie die therapeutischen Möglichkeiten im Krankenhausdesign angeht".
Das Rikshospitalet arbeitet eng mit der Universität in Oslo zusammen. Es fungiert als überregionales Krankenhaus für die Einwohner grosser Teile Süd-Norwegens. Ausserdem behandelt das Krankenhaus Patienten aus dem ganzen Land in speziellen Bereichen. Das Rikshospitalet steht bei Nierentransplantationen an dritter Stelle in der Welt.