Die Oper: Oslos neues Wahrzeichen

Aus dem Meer erhebt sich – als neues, in Marmor gekleidetes und futuristisch anmutendes Juwel des Landes – im Zentrum der norwegischen Hauptstadt die Oper.

Norwegen hat ein neues Wahrzeichen. Das im April 2008 eröffnete neue Opernhaus im Stadtteil Bjørvika wurde von dem norwegischen Architekturbüro Snøhetta entworfen, wie unter anderem auch die Bibliothek von Alexandria (Ägypten) und die Norwegische Botschaft in Berlin.

Grundidee dieses Neubaus ist die Erscheinung eines aus dem Wasser ragenden Eisbergs. Durch die Marmorflächen und die riesige Glasfassade mit Solarzellen wird der Eindruck noch verstärkt.


Die Osloer Oper ist das erste Opernhaus der Welt, wo die Gäste einen Rundgang auf dem Dach machen und die Aussicht genießen können. Foto: Jaro Hollan/ Statsbygg.

Vier Fußballplätze und 1100 Räume
Die Oper ist das größte moderne Kulturbauwerk Norwegens. Fünf Jahre vergingen vom ersten Spatenstich bis zur Eröffnung dieses außergewöhnlichen Marmorgebäudes am Oslofjord, im Osloer Stadtteil Bjørvika.


Foto: Trond Isaksen/ Statsbygg.


Die Außenwand auf der Südseite besteht aus 450 Quadratmetern Glas, davon sind 300 Quadratmeter mit Solarzellen bedeckt. Auf diese Weise werden hier jährlich 20 618 Kilowattstunden Strom erzeugt, was dem jährlichen Energiebedarf einer durchschnittlichen norwegischen Familie entspricht. Foto: Trond Isaksen/ Statsbygg.

Die Grundfläche des Opernhauses – 38 000 Quadratmeter – ist so groß wie vier Fußballplätze mit internationalen Maßen. In den drei Hauptteilen des Gebäudes gibt es insgesamt 1100 Räume.

Foto: Jaro Hollan/ Statsbygg.


Das Foyer ist in einem minimalistischen Stil gehalten. Verwendet wurden vor allem Stein, Beton, Glas und Holz. Photo: Jaro Hollan/ Statsbygg.

Minimalistisch spektakulär
Das Hauptfoyer der Oper wurde mit einfachen Werkstoffen – vor allem Stein, Beton, Glas und Holz – minimalistisch ausgestaltet. Im Übrigen bietet dieser große offene Raum viel Variation durch Lichteffekte, und von hier kann der Blick ins Freie schweifen. Im Foyerbereich befinden sich Sitzgelegenheiten, Cafés, Bars, Restaurant und Garderobe.


Foto: Trond Isaksen/ Statsbygg.


Vom Foyer blicken die Operngäste auf den Oslofjord. Foto: Nina Reistad/ Statsbygg.

Ein klassischer Opernsaal
Der Große Saal hat 1350 Plätze und ist nach klassischem Vorbild hufeisenförmig gebaut. Über dem Zuschauerraum mit Parkett und mehreren Rängen trägt die hohe Decke zu optimaler Akustik bei. Wie in anderen Teilen des Opernhauses herrschen einfache Materialien vor. Das dunkle Eichenholz des Großen Saals steht jedoch im bewussten Kontrast zum hellen Foyer.


Unter der Decke hängt der größte Kronleuchter Norwegens. Er hat einen Durchmesser von 7 Metern, wiegt 8 Tonnen und besteht aus mehr als 8000 Leuchtdioden und 5800 Kristallglasteilen. Er wurde vom Architektenbüro Snøhetta konzipiert und vom Hadeland Glassverk hergestellt. Foto: Trond Isaksen/ Statsbygg.


Der Kronleuchter im Großen Saal hat auch eine akustische Funktion. Foto:Trond Isaksen/ Statsbygg.

Modernste Technik
Die Hauptbühne der neuen Oper zählt auch in technischer Hinsicht zu den modernsten Bühnen der Welt. So bieten sich ungeahnte Möglichkeiten für die szenographische Gestaltung. Der Bühnenbereich ist mehrere tausend Quadratmeter groß und besteht neben Hauptbühne und Drehbühne aus zwei Seitenbühnen, einer Hinterbühne und einer hinteren Seitenbühne. Teile des Bühnenraums liegen nicht weniger als 16 Meter unter dem Meeresspiegel.


Foto: Jaro Hollan / Statsbygg.


Quelle: Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten   |   Anteil in Ihrem Netzwerk   |   print