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Datum::  Montag, 16. April 2007 - Mittwoch, 13. Juni 2007
Kategorie::  Theater

Ibsen in Berlin im Frühling

In der Schaubühne wird zur Zeit die Dramen Gespenster und Hedda Gabler des norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen gespielt. Im Maxim Gorki Theater Berlin werden noch zwei Ibsen-Inszenierungen gezeigt.

Schaubühne:
GESPENSTER
Henrik Ibsen
Regie: Sebastian Nübling
Mo. 16.04. 20:00 Uhr
Di. 17.04. 20:00 Uhr
So. 29.04. 20:00 Uhr
Mo. 30.04. 20:00 Uhr
Mi. 02.05. 20:00 Uhr
Do. 03.05. 20:00 Uhr
Fr. 04.05. 20:00 Uhr

Osvald ist zurückgekehrt. Es ist der Vorabend der Einweihung des Kinderheims der Stiftung, die seine Mutter zu Ehren seines verstorbenen Vaters gegründet hat. Mit diesem Akt möchte Helene Alving ihrem Mann ein Denkmal setzen, um ihn endgültig zu begraben. Sie trennt sich damit von dem Vermögen, das einst der Preis für ihre unglückliche Ehe gewesen war. Ihr zukünftiges Leben will sie nur mit dem bestreiten, was sie sich selbst erarbeitet hat. Und ihr Sohn, den sie als siebenjähriges Kind aus dem Haus gegeben hat, soll das Zentrum dieses neuen freien und selbstbestimmten Lebens sein.

Doch Osvald kommt als kranker und gebrochener Mann nach Hause. Und er wünscht sich, Regine zu heiraten, das Dienstmädchen der Familie. Nun drängen im Verlauf einer langen Nacht die gut gehüteten Geheimnisse und die verdrängte Schuld der Gründerjahre der Familie wieder ans Licht.

Ist Engstrand, der dringend Geld für sein zwielichtiges Etablissement braucht, wirklich Regines Vater? Und warum war Helene im ersten Jahr ihrer Ehe zu Manders geflohen, der heute ihr Stiftungsvorsitzender ist?
Helene Alving beschließt, die ganze Wahrheit aufzudecken, denn in der Beziehung von Osvald und Regine sieht sie die Wiederkehr der Affäre, die ihr Mann mit Regines Mutter hatte, dem damaligen Dienstmädchen. Als mitten in der Nacht das Kinderheim in Flammen aufgeht, überstürzen sich die Geständnisse und Entscheidungen. Die Wahrheit soll nun Helenes mühsam erkämpfte Freiheit retten, doch Manders, Engstrand und auch Regine folgen anderen Zielen, sie arbeiten an ihrem gesellschaftlichen Aufstieg und am ökonomischen Erfolg. Den Kindern der Freiheit ist kein Glück beschieden. Helene Alving wird von den Gespenstern der Vergangenheit eingeholt und bleibt allein zurück mit ihrem sterbenden Sohn.

HEDDA GABLER Henrik Ibsen
Regie: Thomas Ostermeier
So 21.04 20:00 Uhr
Mo. 23.04 20:00 Uhr
Di. 24.04 20:00 Uhr
Di. 08.05 20:00 Uhr
Mi. 09.05 20:00 Uhr
Mo. 21.05 20:00 Uhr
Di. 22.05 20:00 Uhr
Mi. 23.05 20:00 Uhr

In seinem 1891 am Hoftheater in München uraufgeführten Stück zeigt Ibsen einen Angriff auf das Bürgertum von innen. Als zusammengehörige Klasse mit gemeinsamen Werten ist das Bürgertum heute schwer auszumachen, aber die bürgerlichen
Sehnsüchte und Ängste, die seit dem 19. Jahrhundert Biographien kontrolliert, reguliert und deformiert haben, sind heute in alle finanziellen Schichten der Gesellschaft diffundiert. Die Angst vor dem sozialen Abstieg ist unser kollektives Leitmotiv geworden.

Maxim Gorki Theater:
BAUMEISTER SOLNESS Henrik Ibsen
Regie: Armin Petras
Mi. 18.4.
Mi. 16.5.
Di. 12.6. jeweils 19.30 Uhr

Halvard Solness ist ein erfolgreicher Architekt. Seine Karriere begann mit dem Brand des Elternhauses seiner Frau. Beide Zwillingssöhne starben kurz darauf. Solness planiert seine Schuldgefühle durch monströse Bauprojekte. Zudem treibt ihn die Angst des Erfolgreichen vor dem Fall. Unerwartet taucht die junge Hilde Wangel auf. Sie fordert jetzt das Königreich, das der Baumeister ihr einst versprach.

DIE FRAU VOM MEER Henrik Ibsen
Regie: Armin Petras
Di. 15.5.
Mo. 28.5.
Mi. 13.6. jeweils 19.30 Uhr

Ellida Wangel hatte sich lange schon in der Vernunftehe mit ihrem Landarzt eingerichtet. Doch die Ankunft eines geheimnisvollen Fremden zerstört das freudlose Arrangement. Ellidas stille Sehnsucht nach dem Meer verwandelt sich in eine Sturmflut aus Ängsten und Emotionen.

Karten gibt es an der Theaterkasse oder unter www.gorki.de

THEATERKASSE
befindet sich im Foyer des Maxim Gorki Theaters.
Tel: (030) - 20221 115
Mo - Sa 12.00 - 18.30
So. 16.00 - 18.30

 


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